Kartoffelbrot aus dem Römertopf – saftiges Brot mit langer Frischhaltung
Kartoffelbrot aus dem Römertopf ist ein klassisches Brot, das durch seine saftige Krume und sein ausgewogenes Aroma überzeugt. Gekochte Kartoffeln bringen Feuchtigkeit in den Teig und sorgen dafür, dass das Brot besonders lange frisch bleibt. Durch die Kombination aus Weizenmehl unterschiedlicher Typen entsteht eine stabile Struktur mit angenehmer Textur. Die lange Teigführung gibt dem Brot Zeit, Geschmack zu entwickeln, während der Römertopf für ein gleichmäßiges Backklima sorgt. Dieses Kartoffelbrot eignet sich hervorragend für alle, die Wert auf ein aromatisches, gut schneidbares Brot legen, das sich vielseitig verwenden lässt.
Warum Kartoffeln Brot besonders saftig machen
Kartoffeln enthalten viel gebundene Feuchtigkeit, die sie während des Backens an den Teig abgeben. Dadurch bleibt das Kartoffelbrot auch nach mehreren Tagen angenehm weich. Gleichzeitig verbessern Kartoffeln die Frischhaltung und sorgen für eine feinporige Krume. Besonders bei Broten mit längerer Teigführung entfaltet sich dieser Effekt optimal, da sich Stärke und Flüssigkeit gleichmäßig im Teig verteilen.
Lange Teigführung für intensives Brotaroma
Die Kombination aus mehrstündiger Raumgare und anschließender kalter Gare verleiht dem Kartoffelbrot ein besonders ausgeprägtes Aroma. Während der langen Ruhezeiten bauen sich komplexe Geschmacksstoffe auf, die dem Brot Tiefe verleihen. Das regelmäßige Dehnen und Falten stärkt zusätzlich die Teigstruktur und sorgt dafür, dass der Brotlaib beim Backen stabil aufgeht und seine Form behält.
Kartoffelbrot Rezept
Zutaten
- 150 g mehlig kochende Kartoffeln
- 250 g Weizenmehl Typ 550
- 210 g Weizenmehl Typ 1050
- 200 g Wasser
- 70 g Vollmilch
- 3 g frische Hefe
- 12 g Salz
- 1 Prise Muskatnuss
Anleitung
- Kartoffeln vorbereiten: Die Kartoffeln weich kochen, pellen und fein pürieren. Kurz abkühlen lassen.
- Teig herstellen: Kartoffelpüree, Weizenmehl Typ 550 und 1050, Wasser, Milch, Hefe, Salz und Muskatnuss in eine Schüssel geben. Alles 8–10 Minuten zu einem glatten, leicht klebrigen Teig verkneten.
- Teigruhe und Dehnen: Den Teig abgedeckt etwa 3 Stunden bei Raumtemperatur (20–24 °C) gehen lassen. Während dieser Zeit den Teig zwei Mal dehnen und falten.
- Laib formen: Nach der Ruhezeit einen Brotlaib formen und in ein ovales, mit Roggenmehl bestäubtes Gärkörbchen legen.
- Kalte Gare: Den Teigling ohne Abdeckung für etwa 12 Stunden bei ca. 6 °C im Kühlschrank ruhen lassen.
- Römertopf vorbereiten: Nach etwa 10 Stunden den Römertopf für 1 Stunde wässern. Anschließend den kalten Backofen auf 240 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und den Römertopf darin 1 Stunde mit aufheizen.
- Backen: Den Brotlaib direkt aus dem Kühlschrank in den heißen Römertopf stürzen. Mit geschlossenem Deckel 35 Minuten backen.
- Fertig backen: Die Temperatur auf 200 °C reduzieren, den Deckel abnehmen und das Brot weitere 25 Minuten fertig backen.
- Abkühlen lassen: Das Kartoffelbrot aus dem Römertopf nehmen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.
Backen im Römertopf für gleichmäßige Ergebnisse
Der Römertopf bietet ideale Bedingungen für das Backen von Kartoffelbrot. Der Ton speichert Hitze und Feuchtigkeit und gibt beides gleichmäßig an den Teig ab. Dadurch entsteht eine saftige Krume und eine aromatische Kruste, ohne dass das Brot austrocknet. Das Backen im geschlossenen Topf unterstützt den Ofentrieb, während das spätere Backen ohne Deckel für eine gut ausgeprägte Kruste sorgt.
Kartoffelbrot servieren und richtig lagern
Nach dem Backen sollte das Kartoffelbrot vollständig auskühlen, damit sich die Krume stabilisieren kann. Anschließend lässt es sich sauber schneiden und vielseitig servieren. Das Brot passt zu herzhaften Belägen, Käse oder als Beilage zu warmen Gerichten. Richtig gelagert bleibt es mehrere Tage frisch und eignet sich auch hervorragend zum Einfrieren, ohne an Qualität zu verlieren.
Häufig gestellte Fragen zu Kartoffelbrot aus dem Römertopf
Wie lange muss das Kartoffelbrot im Römertopf gehen?
Das Kartoffelbrot im Römertopf benötigt insgesamt zwei Gärphasen. Zunächst geht der Teig für etwa drei Stunden bei Raumtemperatur, während dieser Zeit wird der Teig zwei Mal gedehnt und gefaltet. Anschließend wird der geformte Brotlaib für 12 Stunden im Kühlschrank gelagert, um eine lange Übernachtgare zu erreichen. Diese lange Fermentation verbessert den Geschmack und die Bekömmlichkeit des Brotes.
Wie bereite ich den Römertopf für das Brotbacken vor?
Um den Römertopf optimal für das Brotbacken vorzubereiten, sollten Sie ihn vor der Verwendung für eine Stunde wässern. Danach stellen Sie den Römertopf in den noch kalten Backofen und heizen ihn zusammen mit dem Ofen auf 240°C vor. Dieser Schritt sorgt dafür, dass das Brot gleichmäßig durchbackt und eine knusprige Kruste erhält, ohne dass es anbrennt.
Warum ist das Kartoffelbrot besonders bekömmlich?
Das Kartoffelbrot aus dem Römertopf ist besonders bekömmlich, weil es mit einer geringen Menge an Hefe zubereitet wird und eine lange Übernachtgare im Kühlschrank durchläuft. Diese langsame Fermentation baut schwer verdauliche Bestandteile im Teig ab und fördert die Entwicklung von Aromen. Dadurch wird das Brot nicht nur geschmacklich intensiver, sondern auch leichter verdaulich.
Kann man das Kartoffelbrot auch ohne Römertopf backen?
Ja, das Kartoffelbrot kann auch ohne Römertopf gebacken werden. Alternativ können Sie einen gusseisernen Topf mit Deckel verwenden, um ähnliche Ergebnisse zu erzielen. Wichtig ist, dass das Brot in einem geschlossenen Gefäß gebacken wird, um die Feuchtigkeit einzuschließen und eine knusprige Kruste zu erzeugen. Wenn Sie keinen passenden Topf haben, können Sie das Brot auch frei auf einem Backblech backen, jedoch wird das Ergebnis in Bezug auf Kruste und Saftigkeit möglicherweise nicht so optimal sein.
Wie bleibt das Kartoffelbrot länger frisch?
Um das Kartoffelbrot länger frisch zu halten, sollten Sie es nach dem vollständigen Abkühlen in einem luftdichten Behälter oder in einem sauberen Küchentuch aufbewahren. Sie können das Brot auch einfrieren: Schneiden Sie es in Scheiben und frieren Sie diese ein, so können Sie bei Bedarf einzelne Scheiben auftauen und genießen. Durch die Verwendung von Kartoffeln im Teig bleibt das Brot generell länger frisch und saftig als herkömmliches Weizenbrot.







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