Kartoffelbrot ist ein echter Klassiker unter den herzhaften Broten – und aus gutem Grund: Die Kartoffeln machen die Krume herrlich saftig und sorgen dafür, dass das Brot tagelang frisch bleibt. In diesem Rezept kombinieren wir sie mit Dinkelmehl, das dem Brot ein feines, nussiges Aroma gibt. Das Ergebnis ist ein rustikaler Laib mit weicher Krume und knuspriger Kruste.
Das Beste: Du kannst das Kartoffelbrot ganz klassisch in der Kastenform backen oder im Römertopf, der es besonders saftig werden lässt. Beide Varianten erklären wir dir Schritt für Schritt. Wir zeigen dir außerdem, worauf es bei den Kartoffeln ankommt und wie dein Brot lange frisch bleibt.

Kartoffelbrot Rezept
Zutaten
Anleitung
- Die Kartoffeln schälen, gar kochen und dann abkühlen lassen. Wenn sie abgekühlt sind, diese durch eine Kartoffelpresse geben oder anderweitig stampfen.
- Das Mehl und das Salz in eine Rührschüssel für die Küchenmaschine geben. Die Hefe im Wasser auflösen und dann unter Rühren dieses nach und nach in die Schüssel geben, bis es vollständig eingearbeitet sein.
- Dann die Kartoffeln dazu geben und einarbeiten. Sollte der Teig viel zu klebrig sein noch etwas Mehl nachgeben. Sollte er zu trocken sein noch einen Schuss Wasser mit in die Schüssel geben.
- Den Teig nun für 2-4 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen. Anschließend eine Kastenform einfetten und den Teig hineingeben. Erneut abdecken und gehen lassen. Den Ofen auf 230 °C Ober- / Unterhitze vorheizen.
- Wenn der Backofen vorgeheizt ist, das Brot an der Oberfläche anfeuchten und die Haferflocken darauf streuen. Das Brot oben mit einem Bäckermesser einschneiden und in den Backofen stellen. Nach 15 Minuten die Temperatur auf 180 °C reduzieren und für weitere 25 Minuten fertig backen.
- Bei Verwendung der Römertopf Kastenform, das Brot in den kalten Backofen stellen und dann den Backofen anstellen. Dann zunächst 25 Minuten backen, anschließend die Temperatur reduzieren und ebenfalls 25 Minuten fertig backen.
- Dann auf einem Gitter auskühlen lassen.
- Den Römertopf in den kalten Backofen stellen und dann auf 250 °C Ober- / Unterhitze vorheizen. Den Teig nach der ersten Gehzeit zu einem Brot formen, oben anfeuchten, mit Haferflocken bestreuen und ebenfalls einschneiden. Den Teig vorsichtig in den vorgeheizten Römertopf geben und bei geschlossenem Deckel 20 Minuten backen. Dann den Deckel abnehmen, die Temperatur auf 180 °C reduzieren und weitere 25 Minuten backen.
Nährwerte
Warum Kartoffelbrot so saftig ist und lange frisch bleibt
Das Besondere an Kartoffelbrot sind die Kartoffeln selbst. Ihre Stärke bindet Feuchtigkeit im Teig und gibt sie langsam wieder ab. Dadurch wird die Krume weich und saftig – und das Brot bleibt deutlich länger frisch als ein reines Wasserbrot.
Der Dinkelanteil bringt zusätzlichen Geschmack. Dinkelmehl Typ 630 ist ein helles Mehl mit gutem Backverhalten und einem feinen, nussigen Aroma. Zusammen mit den Kartoffeln entsteht ein Brot, das mild, aromatisch und angenehm sättigend ist.
Genau diese Kombination hebt das Brot von vielen anderen Rezepten ab, die auf reinen Weizen setzen. Wer ein saftiges Brot mit Charakter sucht, ist mit dieser Dinkel-Kartoffel-Variante gut beraten.
💡 Tipp: Du willst mehr über Mehlsorten und Teigführung wissen? In unseren Brotback-FAQ findest du Antworten auf die häufigsten Fragen rund ums Brotbacken.
Wichtig sind mehligkochende Kartoffeln. Sie enthalten viel Stärke und lassen sich fein zerdrücken, ohne glasig zu werden. Festkochende Sorten eignen sich weniger, weil sie den Teig nicht so schön weich machen.
Die Zutaten: Kartoffeln, Dinkelmehl und Hefe
Dazu kommen Dinkelmehl Typ 630, Wasser, Hefe und Salz. Mehr braucht ein gutes Kartoffelbrot nicht. Die Hefe sorgt für den Trieb, das Salz für den Geschmack, und die Kartoffeln bringen Saftigkeit und Frische.
Für die typische Optik streust du vor dem Backen Haferflocken auf die angefeuchtete Oberfläche. Sie rösten im Ofen leicht an und geben dem rustikalen Laib den letzten Schliff.
Schritt für Schritt: Kartoffeln, Teig und gehen lassen
Schäle die Kartoffeln, koche sie gar und lass sie abkühlen. Drück sie dann durch eine Kartoffelpresse oder zerstampfe sie fein. Kalte Kartoffeln lassen sich besser verarbeiten und geben weniger Feuchtigkeit ab.
Gib Mehl und Salz in die Rührschüssel. Löse die Hefe im Wasser auf und arbeite es unter Rühren nach und nach ein, bis es vollständig aufgenommen ist. Danach kommen die Kartoffeln dazu. Ist der Teig zu klebrig, gib etwas Mehl nach; ist er zu trocken, einen Schuss Wasser.
Lass den Teig zwei bis vier Stunden bei Zimmertemperatur gehen. Danach kommt er in die vorbereitete Form und geht dort noch einmal, während du den Ofen vorheizt. Vor dem Backen feuchtest du die Oberfläche an, streust Haferflocken darauf und schneidest das Brot ein.
💡 Tipp: Du willst das Rezept auf eine andere Brotgröße umrechnen? Mit unserem Brot-Rezept Rechner passt du alle Zutaten im richtigen Verhältnis an.
Backen: in der Kastenform oder im Römertopf
In der Kastenform heizt du den Ofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze vor. Nach 15 Minuten reduzierst du die Temperatur auf 180 °C und bäckst das Brot weitere 25 Minuten fertig. So bekommt es zuerst einen kräftigen Ofentrieb und backt dann in Ruhe durch.
Alternativ gelingt das Brot besonders saftig in einer Römertopf Kastenform. Wichtig ist hier, dass die Tonform in den kalten Ofen kommt und langsam mit aufheizt – sonst kann sie durch den Temperaturschock springen. Bei geschlossenem Deckel bäckst du das Brot zunächst an, nimmst dann den Deckel ab und reduzierst die Temperatur, damit die Kruste rösch wird.
Die Tonform gibt beim Backen Feuchtigkeit ab und hält die Krume saftig. Egal für welche Variante du dich entscheidest: Lass das Brot nach dem Backen auf einem Gitter vollständig auskühlen, bevor du es anschneidest.
Servieren und aufbewahren
Kartoffelbrot schmeckt zu fast allem – herzhaft mit Käse, Schinken oder Aufstrich, aber auch süß mit Marmelade oder Honig. Frisch und vollständig ausgekühlt entfaltet es sein volles Aroma. Eine dick geschnittene Scheibe mit guter Butter ist schon ein Genuss für sich.
Durch die Kartoffeln bleibt das Brot mehrere Tage saftig. Bewahre es mit der Schnittfläche nach unten auf einem Brett oder in einem Brotkasten auf. Im Kühlschrank wird es schneller altbacken, dort gehört es nicht hin.
Zum längeren Aufbewahren frierst du das Brot in Scheiben ein. So kannst du einzelne Stücke entnehmen und bei Bedarf auftauen oder toasten.
Häufige Fragen zum Kartoffelbrot
Fazit
Dieses Kartoffelbrot mit Dinkel ist ein saftiger, aromatischer Alltagsklassiker, der lange frisch bleibt. Die Kartoffeln machen die Krume weich, der Dinkel gibt Geschmack, und ob in der Kastenform oder im Römertopf – das Brot gelingt zuverlässig. Selbst wenn dein erster Laib nicht perfekt aussieht, schmeckt er frisch aufgeschnitten fast immer großartig.
Wenn du die saftige Wirkung von Kartoffeln im Teig magst, probier auch unsere Kartoffel Burger Buns. Viel Freude beim Backen.




