Krusten-Bauernbrot „Doppelback“ – das Bauernbrot mit maximaler Kruste
Ein echtes Krusten-Bauernbrot wie vom Dorfbackofen lebt von einer kräftigen Kruste, einer saftigen Krume und einem tiefen, leicht karamelligen Aroma. Genau hier setzt das Krusten-Bauernbrot „Doppelback“ an. Durch ein besonderes Backverfahren wird das Brot gleich zweimal gebacken. Diese Technik sorgt für eine außergewöhnlich rösche Kruste, die beim Anschneiden hörbar kracht und geschmacklich an traditionelles Holzofenbrot erinnert.
Das Doppelback-Verfahren kombiniert klassisches Sauerteigbrot, ein aromatisches Brühstück aus Altbrot und eine gezielte zweite Backrunde. So entsteht ein Bauernbrot, das nicht nur beeindruckend aussieht, sondern auch sensorisch überzeugt. Die Krume bleibt locker und saftig, während die Kruste intensiv ausgebacken wird. Wer ein Bauernbrot selber backen möchte, das sich deutlich von Standardbroten unterscheidet, findet hier die perfekte Anleitung.
Warum das Doppelback-Brot geschmacklich überlegen ist
Das zweimalige Backen verstärkt Röstaromen, reduziert Restfeuchte in der Kruste und bringt natürliche Zucker an die Oberfläche. Dadurch entwickelt das Brot eine Tiefe im Geschmack, die mit nur einem Backdurchgang kaum erreichbar ist. Besonders Liebhaber von rustikalem Bauernbrot und kräftiger Kruste schätzen diese Methode.
Was das Doppelback-Verfahren beim Bauernbrot bewirkt
Das Doppelback-Verfahren ist eine bewährte Technik aus dem traditionellen Handwerksbacken. Beim ersten Backen entsteht die Grundstruktur des Brotes: Ofentrieb, Krume und Volumen. Nach dem vollständigen Auskühlen folgt eine zweite Backrunde, die gezielt auf die Kruste wirkt. Genau dadurch wird das Krusten-Bauernbrot besonders knusprig, ohne auszutrocknen.
Durch das erneute Erhitzen verdampft Restfeuchtigkeit aus der äußeren Schicht. Gleichzeitig intensivieren sich Röstaromen, die dem Brot eine fast karamellige Note verleihen. Das Ergebnis ist ein Bauernbrot mit extra dicker Kruste, das auch nach Stunden noch knackig bleibt.
Sauerteig als Basis für Aroma und Frischhaltung
Ein gutes Krusten-Bauernbrot beginnt mit einem aktiven Roggensauerteig. Er sorgt nicht nur für Geschmack, sondern verbessert auch die Bekömmlichkeit und Haltbarkeit des Brotes. Die lange Reifezeit des Sauerteigs baut Stärke ab, entwickelt Milchsäure und bringt Tiefe in das Aroma.
Gerade bei Bauernbroten ist Sauerteig unverzichtbar. Er verleiht dem Brot eine leicht säuerliche Note, stabilisiert die Krume und unterstützt eine gleichmäßige Porung. In Kombination mit einer kleinen Menge Hefe entsteht ein zuverlässiger Teig mit kraftvollem Trieb.
Brühstück aus Altbrot – mehr Saftigkeit und Nachhaltigkeit
Das Brühstück aus geröstetem Altbrot ist ein echter Qualitätsfaktor für dieses Krusten-Bauernbrot. Durch das Übergießen mit kochendem Wasser werden Stärke und Aromastoffe gelöst. Das Brot bindet später mehr Feuchtigkeit und bleibt deutlich länger frisch.
Zusätzlich verstärkt das Brühstück den Geschmack und bringt eine angenehme Tiefe in die Krume. Gleichzeitig ist es eine nachhaltige Methode, um Brotreste sinnvoll zu verwerten. Besonders bei rustikalen Broten sorgt ein Brühstück für eine saftige, elastische Textur.
Das Krusten-Bauernbrot Doppelback Rezept
Zutaten
Sauerteig (am Vorabend ansetzen)
- 160 g Roggenmehl Type 1150
- 160 g lauwarmes Wasser
- 20 g Anstellgut
- ➡️ Alles gründlich verrühren und 12–16 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen, bis der Sauerteig deutlich aktiv ist.
Brühstück – der Frische-Booster
- 50 g Altbrot (geröstet & fein gemahlen)
- 100 g kochendes Wasser
- ➡️ Mit kochendem Wasser übergießen, gut umrühren und abgedeckt quellen lassen.
Hauptteig (am Backtag)
- gesamter Sauerteig
- gesamtes Brühstück
- 200 g Roggenmehl Type 1150
- 300 g Weizenmehl Type 1050
- 150 g Buttermilch (Raumtemperatur)
- 150 g Wasser
- 12 g inaktives Backmalz
- 10 g Apfelessig
- 12 g Salz
- 5 g frische Hefe
Anleitung
Teig kneten
- Alle Zutaten in die Knetschüssel geben.
- 5 Minuten langsam,
- anschließend 4 Minuten schnell kneten,
- bis sich ein glatter, gut strukturierter Teig bildet, der sich vom Schüsselrand löst.
Stockgare
- Den Teig abgedeckt 45 Minuten warm ruhen lassen, damit er an Volumen gewinnt und Struktur aufbaut.
Teig formen
- Den Teig rundwirken, bis eine schöne Oberflächenspannung entsteht. Anschließend mit dem Schluss nach oben in ein gut bemehltes Gärkörbchen legen. 👉 Dadurch liegt nach dem Stürzen die glatte Seite oben und lässt sich perfekt einschneiden.
Stückgare
- Den Teig 60–90 Minuten gehen lassen, bis er die volle Gare erreicht hat.
Backen – Runde 1: Ofentrieb & Krume
- Backofen mit Backstahl oder Backstein auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen
- Brot auf den heißen Stahl stürzen, einschneiden und mit kräftigem Dampf einschießen
- 10 Minuten bei 250 °C backen
- Dampf ablassen, Temperatur auf 200 °C reduzieren
- Weitere 35–40 Minuten goldbraun ausbacken
Abkühlpause – ganz wichtig
- Das Brot aus dem Ofen nehmen und mindestens 1 Stunde vollständig auskühlen lassen. Diese Pause ist entscheidend für die spätere Knusprigkeit.
Backen – Runde 2: Der ultimative Crunch
- Ofen erneut auf 200 °C vorheizen
- Keinen Backstahl mehr verwenden, da sonst der Boden verbrennt
- Brot rundherum mit Wasser besprühen
- Direkt auf den Gitterrost (mittlere Schiene) legen
- 10–15 Minuten knusprig ausbacken
Ergebnis
- Ein Krusten-Bauernbrot mit extrem rösch-knuspriger Kruste, intensiven Röstaromen und einer saftigen, rustikalen Krume. Dieses Doppelback-Brot ist ideal für alle, die echtes Handwerksbrot mit maximalem Crunch lieben.
Die richtige Mehlkombination für echtes Bauernbrot
Die Mischung aus Roggenmehl Type 1150 und Weizenmehl Type 1050 ist ideal für ein klassisches Krusten-Bauernbrot. Roggen liefert Würze und Feuchtigkeit, während Weizen für Stabilität und Volumen sorgt. Diese Kombination schafft die perfekte Balance zwischen rustikaler Struktur und guter Schneidfähigkeit.
Durch das Zusammenspiel beider Mehlsorten entsteht eine Krume, die weder zu dicht noch zu luftig ist. Genau das macht dieses Bauernbrot alltagstauglich und vielseitig einsetzbar – von Brotzeit bis Frühstück.
Warum Buttermilch und Apfelessig im Brotteig wirken
Buttermilch bringt Milchsäure, Eiweiß und Mineralstoffe in den Teig. Sie verbessert die Teigstruktur, unterstützt die Bräunung der Kruste und sorgt für ein mildes, rundes Aroma. Apfelessig stabilisiert zusätzlich das Klebergerüst und wirkt sich positiv auf die Frischhaltung aus.
Gerade bei Mischbroten mit Roggen helfen diese Zutaten, den Teig besser kontrollierbar zu machen. Das Ergebnis ist ein Bauernbrot mit stabiler Form, schöner Kruste und ausgewogenem Geschmack.
Knusprige Kruste wie aus dem Steinbackofen
Die zweite Backrunde ist entscheidend für die außergewöhnliche Kruste dieses Bauernbrotes. Durch das Besprühen mit Wasser und das Backen auf dem Rost entsteht ein intensiver Wasserdampf, der die Oberfläche perfekt ausbäckt. Die Kruste wird dick, rissig und extrem knusprig.
Dieses Verfahren ahmt die Bedingungen eines Steinbackofens nach und hebt das Brot deutlich von herkömmlichen Hausbroten ab. Wer ein Bauernbrot mit maximaler Kruste sucht, erreicht mit dem Doppelback-Verfahren ein echtes Highlight.
Häufig gestellte Fragen zum Krusten-Bauernbrot Doppelback
Was bedeutet Doppelback beim Brot?
Doppelback bedeutet, dass das Brot zweimal gebacken wird. Die zweite Backrunde sorgt für eine besonders knusprige Kruste.
Warum wird das Brot vor dem zweiten Backen ausgekühlt?
Das vollständige Auskühlen ist wichtig, damit die Kruste beim erneuten Backen trocknet und richtig rösch wird.
Kann ich das Doppelback-Brot auch ohne Sauerteig backen?
Grundsätzlich ja, aber Sauerteig sorgt für deutlich mehr Aroma, bessere Frischhaltung und eine stabilere Krume.
Warum wird das Brot beim zweiten Backen mit Wasser besprüht?
Der Wasserdampf unterstützt die Krustenbildung und sorgt für eine intensive, gleichmäßige Bräunung.
Wie lange bleibt das Krusten-Bauernbrot frisch?
Durch Sauerteig und Brühstück bleibt das Brot mehrere Tage saftig, die Kruste ist am ersten Tag am knusprigsten.
Warum wird inaktives Backmalz verwendet?
Es verbessert Farbe, Aroma und Krustenbräune, ohne die Gärung zu beeinflussen.
Schmeckt das Brot auch ohne Belag?
Ja, durch die kräftige Kruste und das tiefe Aroma schmeckt es auch pur oder nur mit Butter hervorragend.








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