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Sechs runde Brötchen in einer Backform, umgeben von einem Tuch, Kartoffeln und einer Schale mit Mehl.

Dinkel-Kartoffel-Brötchen – saftig, weich & ungewöhnlich locker

6 Min. Lesezeit

Kartoffeln im Brötchenteig – das klingt ungewöhnlich. Ist es auch, und genau deshalb funktioniert es so gut. Gekochte, mehligkochende Kartoffeln binden Feuchtigkeit auf eine Art, die kein Mehl allein leisten kann: Sie machen die Krume weich, saftig und samtig, ohne dass das Brötchen schwer oder dicht wird. Kombiniert mit Dinkelmehl Type 630 und einem Schuss Vollmilch entsteht ein Brötchen, das beim ersten Biss sofort erkennbar anders ist als ein gewöhnliches Hefebrötchen.

Dazu der Brötchenbäcker mit Dampf – und das Ergebnis ist eine Kruste, die kracht, während die Krume innen fast wattig bleibt. Eines dieser Rezepte, das man nicht erklären muss, sobald jemand reingebissen hat.

Sechs runde Brötchen in einer Backform, umgeben von einem Tuch, Kartoffeln und einer Schale mit Mehl.

Dinkel-Kartoffel-Brötchen

Diese Brötchen sind eine Entdeckung für alle, die dachten, sie hätten schon genug Brötchenrezepte. Der Kartoffelanteil macht etwas mit der Textur, das man kaum in Worte fassen kann – es schmeckt einfach satter, weicher, voller. Einmal ausprobiert, werden sie regelmäßig gebacken.
Dinkel-Kartoffel-Brötchen mit 200 g gekochten Kartoffeln im Teig – die Kartoffelstärke macht die Krume ungewöhnlich saftig und locker und hält die Brötchen tagelang frisch. Dinkelmehl Type 630 bringt das nussige Aroma, der Brötchenbäcker mit Dampf die krachende Kruste. Ein Rezept, das überrascht.
Vorbereitungszeit 1 Stunde 50 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Portionen: 6 Brötchen
Gericht: Brötchen
Küche: Deutsch

Zutaten
  

  • 400 g Dinkelmehl Typ 630
  • 50 ml Vollmilch
  • 120 g Wasser
  • 15 g frische Hefe
  • 10 g Salz
  • 200 g gekochte, mehligkochende Kartoffeln

Kochutensilien

  • 1 Brötchenbäcker

Anleitung
 

  1. Die Hefe zusammen mit dem Wasser und der Milch vermischen. Das Mehl in die Schüssel einer Küchenmaschine geben.
    50 ml Vollmilch, 120 g Wasser, 15 g frische Hefe, 400 g Dinkelmehl
  2. Unter Rühren die Flüssigkeit einarbeiten lassen. Dann das Salz hinzugeben und den Teig fünf Minuten kneten lassen.
    10 g Salz
  3. Die Kartoffeln zerdrücken, sodass kaum bis gar keine Stückchen mehr vorhanden sind. Unter Rühren mit zum Teig geben und für fünf Minuten weiterkneten bis ein gleichmäßiger, klebriger Teig entstanden ist.
    200 g gekochte, mehligkochende Kartoffeln
  4. Diesen luftdicht verschlossen für 1,5 Stunden gehen lassen.
  5. Dann den Brötchenbäcker im Backofen für 20 Minuten auf 220 °C Ober- / Unterhitze vorheizen.
  6. Den Teig in sechs gleich große Teile zerteilen und zu Brötchen schleifen. Die Brötchenrohlinge abgedeckt für weitere 30 Minuten gehen lassen.
    Person formt Teig mit Händen auf bemehlter Holzoberfläche.
  7. Nach dem Vorheizen des Brötchenbäckers die Rohlinge nochmal nachformen und auf die 6 Brötchenformen des Brötchenbäckers verteilen
  8. Oben mit einem Bäckermesser kreuzweise einschneiden.
  9. Die Dampfrinne des Brötchenbäckers mit kochendem Wasser füllen und den Backofen schnell verschließen.
  10. Die Brötchen für 10 Minuten backen und dann den Dampf entweichen lassen.
  11. Die Temperatur auf 200 °C reduzieren und die Brötchen für weitere 20 Minuten fertig backen.
  12. Zum Schluss aus den Formen nehmen und 10 Minuten auf einem Gitter auskühlen lassen.
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Was die Kartoffel im Teig bewirkt

200 g gekochte, mehligkochende Kartoffeln auf 400 g Mehl – das ist ein erheblicher Anteil, und er macht den entscheidenden Unterschied. Kartoffeln bestehen zu einem großen Teil aus Stärke, die beim Kochen verkleistert und Wasser bindet. Im Teig gibt diese Stärke die gespeicherte Feuchtigkeit beim Backen langsam wieder ab – die Krume bleibt dadurch weich und saftig, auch wenn das Brötchen längst ausgekühlt ist.

Dazu kommt ein technischer Effekt: Die Kartoffelstärke schwächt das Glutennetz des Dinkelmehs leicht ab – was sich normalerweise nachteilig anhört, hier aber erwünscht ist. Das Ergebnis ist eine Krume, die lockerer und weniger zäh ist als bei einem reinen Mehlteig. Kartoffelbrötchen bleiben auch am nächsten Tag noch weich – ein klarer Vorteil gegenüber vielen anderen Rezepten.

Wichtig: Die Kartoffeln müssen mehligkochend sein und vollständig erkaltet in den Teig kommen. Warme Kartoffeln würden die Hefe hemmen. Und sie müssen wirklich glatt zerdrückt sein – grobe Stücke verteilen sich nicht gleichmäßig im Teig und erzeugen ungleichmäßige Brötchen.

Dinkelmehl Type 630 – die richtige Wahl für Brötchen

Type 630 ist das meistgenutzte Dinkelmehl für Brötchen und helle Dinkelbrote – heller als Type 1050, aber mit deutlich mehr Eigengeschmack als reines Weizenmehl Type 405. Die Proteinstruktur des Dinkels macht den Teig etwas empfindlicher als Weizenteig: Dinkel sollte nicht zu lange und nicht zu intensiv geknetet werden, sonst verliert das Glutennetz seine Stabilität. Hier reichen insgesamt zehn Minuten Knetzeit – fünf Minuten für den Grundteig, fünf weitere nach den Kartoffeln.

Der Vollmilchanteil von 50 ml ergänzt die Kartoffelfeuchtigkeit und macht die Krume noch etwas reicher. Wer keine Vollmilch hat, nimmt Hafermilch oder Wasser – der Unterschied ist subtil, aber spürbar.

💡 Tipp: Alles rund um Dinkelmehl, Kartoffeln im Brotteig und den Einsatz von Brötchenbäckern findest du in unseren Brotback-FAQ.

Der Brötchenbäcker – warum er hier besonders wichtig ist

Der Brötchenbäcker übernimmt zwei Aufgaben gleichzeitig: Er gibt den Brötchen ihre gleichmäßige, runde Form – die Mulden halten die Teiglinge in Form, während sie aufgehen – und er erzeugt durch die Dampfrinne die nötige Feuchtigkeit in den ersten Backminuten. Gerade bei Dinkel-Kartoffel-Brötchen ist dieser Dampf entscheidend: Die Oberfläche bleibt länger elastisch, das Brötchen kann maximal aufgehen, bevor die Kruste schließt. Das Ergebnis ist ein deutlich höheres Brötchen mit besserem Ofentrieb als auf einem normalen Backblech.

Wer keinen Brötchenbäcker hat, bäckt auf einem heißen Backstahl oder Backstein und stellt eine Schale Wasser auf den Ofenboden – das kommt dem Ergebnis am nächsten.

Das kreuzweise Einschneiden – wann und womit

Das Einschneiden kommt direkt vor dem Einschießen in den Ofen – nicht nach der Stückgare, sondern unmittelbar davor. Wer zu früh einschneidet, sieht die Schnittlinien beim Backen kaum noch, weil der Teig sie zuwächst. Ein scharfes Bäckermesser oder eine Rasierklinge macht den Schnitt sauber und zügig – ein stumpfes Messer würde den Teigling eindrücken statt einschneiden.

💡 Tipp: Du willst die Mengen für mehr oder weniger Brötchen anpassen? Mit unserem Brot-Rezept Rechner skalierst du alle Zutaten in Sekunden.

So servierst du die Dinkel-Kartoffel-Brötchen

Noch warm, mit Butter – die samtige Krume und der feine Dinkelgeschmack brauchen keinen starken Belag. Für herzhafte Frühstücke eignen sie sich hervorragend mit Käse, Aufschnitt oder einem weichgekochten Ei. Wer sie als Beilage zum Mittagessen serviert, bekommt ein Brötchen, das auch zu Suppen und Schmorgerichten gut standhält – die Krume saugt Flüssigkeit auf, ohne sofort auseinanderzufallen.

Aufbewahrung – Kartoffelbrötchen halten länger frisch

In einem Brotbeutel oder Küchentuch halten sich die Dinkel-Kartoffel-Brötchen 2 Tage weich – deutlich länger als ein reines Hefebrötchen ohne Kartoffelanteil. Bei 200 °C für 5–6 Minuten aufgebacken kommt die Kruste wieder vollständig zurück. Einfrieren funktioniert hervorragend: vollständig auskühlen lassen, einfrieren, direkt aus dem Gefrierfach für 10 Minuten bei 200 °C aufbacken.

Häufig gestellte Fragen zu den Dinkel-Kartoffel-Brötchen

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