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Drei Laugenbrötchen auf Holzbrett, eins aufgeschnitten. Messer und Butter im Hintergrund auf rustikalem Tisch.

Laugenbrötchen selber machen – einfach mit Natron, ohne ätzende Lauge

7 Min. Lesezeit

Frische Laugenbrötchen aus dem eigenen Ofen sind ein kleiner Luxus: außen rösch und glänzend, innen weich, mit grobem Salz obenauf. Das Beste daran: Du brauchst dafür keine gefährliche Natronlauge. Diese Laugenbrötchen entstehen mit Natron aus dem Backregal – sicher, einfach und gelingsicher, auch wenn du zum ersten Mal Laugengebäck backst.

Ehrlich gesagt: Die Variante mit Natron gibt eine etwas mildere Lauge-Note und eine Spur hellere Farbe als die klassische Natronlauge vom Bäcker. Dafür sparst du dir Schutzbrille, Handschuhe und jedes Risiko. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie aus einem einfachen Hefeteig neun Laugenbrötchen werden – und wie du sie trotz Natron schön goldbraun bekommst.

Drei Laugenbrötchen auf Holzbrett, eins aufgeschnitten. Messer und Butter im Hintergrund auf rustikalem Tisch.

Laugenbrötchen Rezept

Portionen: 9 Laugenbrötchen
Gericht: Backen
Küche: Deutsch

Zutaten
  

  • 1/2 Würfel frische Hefe 21 g
  • 300 g lauwarmes Wasser
  • 1 TL Zucker
  • 500 g Weizenmehl
  • 20 g weiche Butter
  • 10 g Salz
  • 75 g Natron
  • Grobes Meersalz zum Bestreuen

Anleitung
 

  1. Hefewasser herstellen: Die frische Hefe in das lauwarme Wasser bröckeln. Füge den Zucker hinzu und verrühre alles gut, bis sich die Hefe vollständig aufgelöst hat.
  2. Teig ansetzen: In einer großen Schüssel das Weizenmehl mit dem Salz vermischen. Gib die weiche Butter sowie die vorbereitete Hefemischung dazu und knete alles mit einer Küchenmaschine oder von Hand für etwa 5 Minuten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht.
  3. Teig ruhen lassen: Decke die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch ab und lasse den Teig an einem warmen Ort für etwa 1 Stunde ruhen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.
  4. Teig portionieren: Lege ein Backblech mit Backpapier aus. Teile den Teig in 9 gleich große Portionen und forme jede Portion zu einer Kugel. Platziere die Kugeln mit etwas Abstand auf dem Backblech und decke sie erneut mit einem Küchentuch ab. Lass sie weitere 30 Minuten gehen.
  5. Ofen vorheizen: Heize währenddessen deinen Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor.
  6. Lauge vorbereiten: In einem großen Topf etwa 1,5 Liter Wasser zum Kochen bringen. Reduziere die Hitze, sodass das Wasser nicht mehr sprudelt, und rühre vorsichtig das Natron ein. Achtung, es schäumt stark!
  7. Brötchen in der Lauge ziehen lassen: Gib die Teigkugeln nacheinander oder paarweise in das Natronwasser und lasse sie für etwa 30 Sekunden ziehen. Wende sie nach der Hälfte der Zeit um, damit sie gleichmäßig behandelt werden. Hole sie anschließend mit einer Schaumkelle heraus, lasse sie kurz abtropfen und lege sie zurück auf das Backblech.
  8. Brötchen schneiden und salzen: Mit einem scharfen Messer schneide jede Kugel kreuzförmig ein und bestreue sie mit grobem Meersalz. Wenn die Oberfläche schon trocken aussieht, kannst du sie noch einmal leicht mit dem Natronwasser benetzen.
  9. Backen: Schiebe das Backblech in den vorgeheizten Ofen und backe die Laugenbrötchen für etwa 25 Minuten, bis sie eine schöne goldbraune Farbe angenommen haben.
  10. Abkühlen lassen: Lass die Laugenbrötchen nach dem Backen auf einem Kuchengitter abkühlen – oder genieße sie noch warm!
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Warum diese Laugenbrötchen besonders sind

Die meisten klassischen Rezepte arbeiten mit Natronlauge, also Natriumhydroxid. Die ergibt zwar die typische dunkle Farbe und den kräftigen Geschmack, ist aber stark ätzend und im Umgang heikel. Genau hier gehen wir einen anderen Weg.

Statt Lauge nutzt du Natron, das du in heißem Wasser auflöst. Damit lassen sich die Brötchen völlig gefahrlos behandeln – kein Spezialzubehör, keine Vorsichtsmaßnahmen, nur ein Topf und eine Schaumkelle. Das macht das Rezept ideal für alle, die Laugengebäck zum ersten Mal selbst machen.

Der Teig selbst ist ein unkomplizierter Hefeteig mit etwas Butter, der schnell zusammenkommt. Aus einer Portion bekommst du neun Brötchen, perfekt für ein Frühstück, eine Brotzeit oder zum Einfrieren auf Vorrat.

💡 Tipp: Du willst die Grundlagen hinter dem Hefeteig verstehen? Schau in unser Hefeteig Grundrezept – dort erklären wir, wie der Teig zuverlässig fluffig wird. Mehr zu Hefe und Gare findest du in den Brotback-FAQ.

Natron statt Natronlauge – das musst du wissen

Der Unterschied liegt in der Stärke. Echte Natronlauge ist deutlich alkalischer und erzeugt die mahagonibraune Farbe und den intensiven Geschmack, den du von gekauften Laugenbrötchen kennst. Natron ist milder und damit sicher, kommt aber an dieses Extrem nicht ganz heran.

Für den Hausgebrauch ist das ein fairer Tausch. Deine Brötchen werden goldbraun statt tiefbraun und schmecken angenehm nach Lauge, nur etwas dezenter. Wer mehr Farbe möchte, kann das Natron vor dem Verwenden etwa eine Stunde bei 120 °C im Ofen erhitzen – dadurch wird es alkalischer und wirkt stärker.

Wichtig bleibt der sorgsame Umgang mit dem heißen Natronwasser. Es ist zwar nicht ätzend wie Lauge, aber kochend heiß. Arbeite mit einer Schaumkelle und gib die Teiglinge vorsichtig hinein, damit nichts spritzt.

Schritt für Schritt zu Laugenbrötchen mit Natron

Beginne mit dem Hefewasser. Bröckle die frische Hefe in lauwarmes Wasser, gib den Zucker dazu und rühre, bis sich die Hefe vollständig aufgelöst hat. Vermisch dann Mehl und Salz in einer großen Schüssel, gib die weiche Butter und die Hefemischung dazu und knete alles etwa fünf Minuten zu einem geschmeidigen Teig.

Lass den Teig abgedeckt rund eine Stunde an einem warmen Ort gehen, bis er sichtbar größer geworden ist. Danach teilst du ihn in neun gleich große Portionen, formst Kugeln und lässt sie auf dem Backblech noch einmal 30 Minuten ruhen. Heiz den Ofen in dieser Zeit auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor.

Jetzt kommt der entscheidende Schritt. Bring etwa 1,5 Liter Wasser zum Kochen, reduziere die Hitze, sodass es nicht mehr sprudelt, und rühre das Natron vorsichtig ein – es schäumt kräftig auf. Zieh die Teigkugeln nacheinander für rund 30 Sekunden durch das Natronwasser, wende sie einmal und hol sie mit der Schaumkelle wieder heraus.

💡 Tipp: Du willst die Menge anpassen oder mehr Brötchen backen? Mit unserem Brot-Rezept Rechnerskalierst du Mehl, Hefe und Wasser im richtigen Verhältnis.

So gelingen Farbe, Glanz und Salz

Nach dem Laugenbad legst du die Brötchen zurück aufs Blech und schneidest jede Kugel mit einem scharfen Messer kreuzförmig ein. Der Schnitt sorgt dafür, dass die Brötchen kontrolliert aufreißen und den typischen Look bekommen. Bestreue sie danach mit grobem Meersalz.

Achte auf die Oberfläche: Sieht sie schon trocken aus, bevor die Brötchen in den Ofen kommen, benetze sie noch einmal leicht mit dem Natronwasser. Das hält sie geschmeidig und unterstützt die Bräunung. Das Salz haftet auf der feuchten Oberfläche am besten.

Backe die Laugenbrötchen rund 25 Minuten, bis sie eine schöne goldbraune Farbe angenommen haben. Werden sie dir zu hell, lass sie ein paar Minuten länger im Ofen. Wenn du das Natron vorher im Ofen aktiviert hast, geht die Bräunung schneller.

Servieren, aufbewahren und Varianten

Am besten schmecken Laugenbrötchen frisch und noch lauwarm, aufgeschnitten mit Butter oder Frischkäse. Auch zur Brotzeit mit Wurst und Käse oder einfach pur sind sie ein Klassiker. Lass sie nach dem Backen auf einem Gitter abkühlen – oder greif gleich zu.

Aufbewahren kannst du sie ein bis zwei Tage in einer Brotdose. Zum Auffrischen gibst du sie kurz bei 150 °C in den Ofen, dann werden sie wieder rösch. Sie lassen sich auch gut einfrieren und bei Bedarf direkt aufbacken.

Aus demselben Teig kannst du übrigens auch andere Formen machen. Roll die Portionen zu Laugenstangen oder schling daraus Laugenbrezeln – Laugenbad, Salz und Backzeit bleiben gleich. So hast du mit einem Rezept gleich mehrere Varianten.

Häufige Fragen zu Laugenbrötchen

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