Buttermilchbrot ist eines dieser unkomplizierten Brote, die fast immer gelingen und trotzdem nach mehr schmecken. Die Buttermilch macht die Krume herrlich saftig und gibt ihr eine feine, leicht säuerliche Note. In diesem Rezept kombinieren wir Weizenmehl mit Dinkel-Vollkornmehl – das bringt Aroma und einen Hauch Vollkorn, ohne dass das Brot schwer wird.
Das Besondere: Neben der Hefe sorgt auch Natron für den Trieb. Zusammen mit der Säure der Buttermilch entsteht eine zusätzliche Lockerung, die das Brot besonders fluffig macht. Gebacken wird es im Römertopf, der die Feuchtigkeit hält und für eine knusprige Kruste sorgt. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie dein Buttermilchbrot saftig und locker wird.

Buttermilchbrot
Zutaten
Anleitung
- Die Buttermilch in einem Topf minimal erwärmen.
- In einer Rührschüssel die restlichen Zutaten mischen und die Buttermilch hinzugeben.
- In einer Küchenmaschine alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten lassen.
- 5 Minuten sollte der Teig geknetet werden.
- Den Teig nun an einem warmen Ort 60 Minuten gehen lassen.
- Eine Tonform mit lauwarmem Wasser in den Backofen stellen, den Römertopf hineinstellen und die Temperatur auf 240 Grad auf Ober-/Unterhitze heizen.
- Ist die Gehzeit des Teiges und die Temperatur im Backofen erreicht, wird der Brotteig entsprechend der Römertopfform geformt und hineingelegt.
- Wenn man möchte kann das Brot nun eingeschnitten werden.
- Bei geschlossenem Deckel backt das Brot nun 30 Minuten.
- Weitere 10 Minuten ohne Deckel und bei ausgeschaltetem Ofen.
Nährwerte
Warum dieses Buttermilchbrot so saftig wird
Der Star im Rezept ist die Buttermilch. Ihre Milchsäure lockert das Klebergerüst, hält die Krume feucht und gibt dem Brot den typisch milden, leicht säuerlichen Geschmack. Brot mit Buttermilch bleibt dadurch länger frisch als ein reines Wasserbrot.
Dazu kommt ein cleverer Trick: das Natron. Es reagiert mit der Säure der Buttermilch und erzeugt zusätzliche Bläschen, die den Teig auflockern. Gemeinsam mit der Hefe ergibt das einen sicheren, kräftigen Trieb – auch ohne lange Gehzeit.
Die Mischung aus Weizen- und Dinkel-Vollkornmehl rundet das Ganze ab. Der Weizen sorgt für eine lockere Struktur, das Dinkel-Vollkornmehl bringt nussiges Aroma und etwas mehr Charakter. So bekommst du ein Brot, das saftig, locker und geschmackvoll zugleich ist.
💡 Tipp: Du willst mehr über Hefe, Mehlsorten und Teigführung wissen? In unseren Brotback-FAQbeantworten wir die häufigsten Fragen rund ums Brotbacken.
Die Zutaten: Buttermilch, Natron, Weizen und Dinkel
Die Basis bilden 400 Gramm Buttermilch, Weizenmehl und Dinkel-Vollkornmehl. Das Mischungsverhältnis von zwei Teilen Weizen zu einem Teil Dinkel-Vollkorn ist bewusst gewählt: genug Vollkorn für Geschmack, aber leicht genug für eine lockere Krume.
Für den Trieb sorgen Trockenhefe und Natron gemeinsam. Der Ahornsirup ist nicht nur für den Geschmack da – er füttert die Hefe und unterstützt eine schöne Bräunung der Kruste. Salz und etwas Öl runden den Teig ab und machen ihn geschmeidig.
Wichtig ist die Buttermilch-Temperatur: Erwärme sie nur ganz leicht, lauwarm. Zu heiße Buttermilch flockt aus und schadet der Hefe. Wenn sie sich angenehm warm anfühlt, ist sie genau richtig.
Schritt für Schritt zum Buttermilchbrot
Erwärme die Buttermilch zuerst in einem Topf ganz minimal. In einer Rührschüssel mischst du die restlichen Zutaten und gibst die Buttermilch dazu. Verknete dann alles in der Küchenmaschine etwa fünf Minuten zu einem geschmeidigen Teig.
Lass den Teig anschließend an einem warmen Ort rund 60 Minuten gehen. Durch die Kombination aus Hefe und Natron geht er zuverlässig auf, auch ohne stundenlange Wartezeit. Das macht das Brot zu einem guten Kandidaten, wenn es etwas schneller gehen soll.
Während der Teig geht, bereitest du den Römertopf vor. Stelle die gewässerte Tonform in den kalten Ofen und heize ihn auf 240 °C Ober-/Unterhitze auf. Ist die Gehzeit vorbei und die Temperatur erreicht, formst du den Teig passend zur Form, legst ihn hinein und schneidest ihn nach Wunsch ein.
💡 Tipp: Du willst das Rezept auf eine andere Brotgröße umrechnen? Mit unserem Brot-Rezept Rechnerpasst du alle Zutaten im richtigen Verhältnis an.
Backen im Römertopf – kalt starten
Der Römertopf ist der Schlüssel zur saftigen Krume. Die gewässerte Tonform gibt beim Backen Feuchtigkeit ab, sodass das Brot nicht austrocknet und gleichzeitig eine knusprige Kruste bekommt. Eine Römertopf Brotbackform{:target=“_blank“ rel=“nofollow“} aus Naturton spielt diesen Vorteil besonders gut aus.
Entscheidend ist: Die Tonform gehört in den kalten Ofen und heizt langsam mit auf. Stellst du sie in den bereits heißen Ofen, kann sie durch den Temperaturschock springen. Deshalb kommt sie hier von Anfang an mit hinein.
Backe das Brot bei geschlossenem Deckel rund 30 Minuten. Danach nimmst du den Deckel ab und lässt das Brot weitere 10 Minuten bei ausgeschaltetem Ofen nachbacken – so wird die Kruste schön rösch. Das Brot ist fertig, wenn es beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt.
So servierst du dein Buttermilchbrot
Lass das Brot nach dem Backen auf einem Gitter auskühlen, bevor du es anschneidest. So kann die Krume nachziehen und wird nicht klitschig. Frisch schmeckt Buttermilchbrot pur mit Butter am besten, passt aber genauso gut zu herzhaftem oder süßem Belag.
Durch die Buttermilch bleibt das Brot mehrere Tage saftig. Bewahre es mit der Schnittfläche nach unten auf einem Brett oder in einem Brotkasten auf. Im Kühlschrank wird es schneller altbacken, dort gehört es nicht hin.
Einfrieren funktioniert ebenfalls gut. Schneide das Brot vorher in Scheiben, dann kannst du einzelne Stücke entnehmen und bei Bedarf auftauen oder toasten. So hast du immer frisches Brot zur Hand.
Häufige Fragen zum Buttermilchbrot
Fazit
Dieses Buttermilchbrot ist ideal, wenn du ein saftiges, geschmackvolles Brot ohne großen Aufwand backen willst. Die Buttermilch hält es lange frisch, Hefe und Natron sorgen gemeinsam für einen sicheren Trieb, und der Römertopf macht die Kruste knusprig. Selbst wenn dein erstes Brot nicht perfekt aussieht – geschmacklich überzeugt es fast immer.
Wenn dir das Backen im Römertopf gefällt, probier als Nächstes unser Mischbrot aus dem Römertopf – ein weiterer Klassiker aus der Tonform. Viel Freude beim Backen.



