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Dinkel Roggen Brot mit Sauerteig – Schritt für Schritt erklärt

14 Min. Lesezeit

Dieses Brot ist kein Anfängerrezept. Es hat drei separate Komponenten, die nacheinander entstehen, einen sehr weichen Teig, der Erfahrung braucht, und eine Backmethode im Römertopf, die ihre eigenen Tücken hat. Wer es einmal beherrscht, bekommt aber genau das Brot, das viele suchen und selten finden: locker-saftige Krume mit unregelmäßigen Poren, kräftige Sauerteig-Aromatik mit der Süße des Dinkels, und eine Kruste, die noch nach zwei Tagen knackt.

Statt eine Sammlung allgemeiner Tipps zu geben, gehe ich diesmal durch das Rezept selbst – Schritt für Schritt, mit Erklärung zu jedem Arbeitsgang. Was passiert da gerade im Teig? Warum dieser Zeitpunkt? Was sind die typischen Fehlerquellen? Wer das Rezept versteht, kann es beim nächsten Versuch besser nachvollziehen – und wer abweicht, weiß, was die Folgen sind. Allgemeine Grundlagen zum Sauerteig findest du parallel in unserer Anleitung Brot backen lernen.

Dinkel Roggen Sauerteig Brot

Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 16 Minuten
Backzeit 50 Minuten
Portionen: 1 Person
Gericht: Sauerteigbrot
Küche: Deutsch

Zutaten
  

Zutaten
  • Für den Vorteig
  • 45 g reifer Sauerteig*
  • 100 ml lauwarmes Wasser 32 – 35°C
  • 100 g Dinkelmehl Typ 1050
  • Für den Dinkelbrei
  • 100 g Dinkelkörner
  • 13 g Salz
  • 150 ml kochendes Wasser
Für den Hauptteig
  • 180 g Dinkelmehl Typ 1050
  • 200 g Roggen VK Mehl
  • 210 ml lauwarmes Wasser 32-35°C
  • Vorteig + Dinkelbrei

Anleitung
 

Vorteig (am Vorabend)
  1. Für den Vorteig schlicht alle Zutaten zusammenrühren und über Nacht (ca. 12 h) locker mit einem Deckel abgedeckt gehen lassen.
  2. Am Vorabend ebenfalls den Dinkelbrei zubereiten.
Dinkelbrei
  1. Für den Dinkelbrei die Dinkelkörner im Mixer fein zerschroten.
  2. Nun Wasser mit Salz vermischt aufkochen lassen, dann mit den geschroteten Dinkelkörnern verrühren.
  3. Luftdicht verpackt über Nacht quellen lassen.
Hauptteig (Am nächsten Tag)
  1. Am nächsten Tag kontrollieren ob der Vorteig ordentlich aufgegangen ist, falls dies nicht der Fall ist, noch weitere 10 g Frischhefe zusätzlich einkneten.
  2. Für den Hauptteig alle Zutaten zusammengeben und 10-15 min kneten (am besten in einer Küchenmaschine).
  3. Sobald der Teig geknetet wurde, diesen in eine leicht mit Olivenöl gefettete Schüssel umfüllen und mit etwas Folie bedecken.
  4. Es ist normal und gewollt, dass der Teig sehr weich und feucht ist.
  5. Jetzt den Teig insgesamt ca. 3 h an einem warmen Ort abgedeckt gehen lassen.
  6. 15 min nach Beginn der Ruhezeit 1. Faltung durführen (siehe Nachfolgende Beschreibung), 2. Faltung nach weiteren 15 min, 3. Faltung nach weiteren 30 min.
Faltung
  1. Mit leicht angefeuchteten Händen eine Seite des Teiges anheben und soweit dehnen wie es möglich ist, ohne dass er reißt.
  2. Nun gedehnte Seite auf die gegenüberliegende Seite schlagen (gerne versuchen ein paar Luftblasen zu erzeugen.)
  3. Dieses Prozedere pro Faltung an allen 4 Seiten wiederholen.
Nach Fertigstellung Ruhezeit
  1. Eine mit heißem Wasser gefüllte Schale in die unterste Ebene des Backofens geben. Römertopf in das untere Drittel stellen und nun beginnen den Ofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorzuheizen.
  2. Sobald der Ofen auf Temperatur ist, Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche oder direkt einen Pizzaschieber stürzen und wie bei der Faltung alle vier Seiten auf die gegenüberliegende schlagen.
  3. Nun noch etwas Mehl auf die Oberfläche des Laibes streuen und diesen direkt in den Römertopf geben.
  4. Mit Deckel für 30 min backen, danach Deckel entfernen und Temperatur auf 210 °C herunterstellen. So nun weitere 20 min zuende backen.
*reif bedeutet hier, er sollte maximal aufgegangen sein, bzw.beginnen zusammenzufallen.
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    Vorabend, Schritt 1: Der Vorteig wird angesetzt

    Der Vorteig besteht aus drei Zutaten: 45 g reifem Sauerteig (Anstellgut), 100 ml lauwarmes Wasser, 100 g Dinkelmehl Typ 1050. Du verrührst alles in einer Schüssel oder einem Glas, deckst locker mit einem Deckel ab und lässt es 12 Stunden bei Raumtemperatur stehen.

    Was hier passiert: Die Hefen und Milchsäurebakterien aus deinem Anstellgut bekommen jetzt 100 Gramm frisches Mehl als Nahrungsgrundlage. Sie vermehren sich exponentiell und produzieren Kohlendioxid (das die Bläschen macht) sowie Milch- und Essigsäure (das den charakteristischen Geschmack gibt). Nach 8 bis 12 Stunden ist der Höhepunkt der Aktivität erreicht.

    Das „reife“ beim Anstellgut ist wichtig: Es sollte etwa 4 bis 8 Stunden vor dem Ansetzen des Vorteigs selbst gefüttert worden sein und im Volumen mindestens verdoppelt haben. Frisch aus dem Kühlschrank funktioniert es nicht – die Aktivität reicht nicht. Wer unsicher ist, ob das eigene Anstellgut fit ist: der Schwimmtest. Einen halben Teelöffel Anstellgut in ein Glas Wasser geben. Schwimmt es oben, ist es bereit. Sinkt es, braucht es mehr Zeit oder eine weitere Fütterung.

    „Locker abgedeckt“ heißt: nicht luftdicht. Der Vorteig produziert Gas, das entweichen muss, sonst kann der Deckel hochspringen oder das Glas im schlimmsten Fall reißen. Ein Geschirrtuch oder ein Deckel, der nur lose aufliegt, sind ideal.

    Vorabend, Schritt 2: Der Dinkelbrei wird vorbereitet

    Während der Vorteig anfängt zu arbeiten, geht es an die zweite Komponente: das Brühstück aus 100 g Dinkelkörnern. Du schrotest die ganzen Körner im Mixer fein – nicht zu fein, eine grobe Schrot-Konsistenz ist ideal. Wer keinen leistungsstarken Mixer hat, kann fertigen Dinkelschrot kaufen, das funktioniert genauso.

    Parallel kochst du 150 ml Wasser mit 13 g Salz auf, übergießt damit den frisch geschroteten Dinkel und verrührst alles. Die Mischung wird heiß – Vorsicht. Anschließend luftdicht verschließen und über Nacht bei Raumtemperatur quellen lassen.

    Was passiert hier: Die heißen Wassermoleküle dringen in die Stärkemoleküle des Dinkels ein und verkleistern sie teilweise. Das nennt man Verkleisterung. Die Stärke nimmt deutlich mehr Wasser auf als sie es im rohen Zustand könnte. Über die Quellzeit verteilen sich diese Wassermoleküle gleichmäßig im Schrot.

    Der Effekt im fertigen Brot: massive Saftigkeit. Das Wasser, das im Brei gebunden ist, gibt das Brot über Tage langsam wieder ab und hält die Krume frisch. Ohne diesen Brei wäre das Rezept zwar machbar, aber das Brot würde nach einem Tag deutlich an Frische verlieren.

    Ein praktischer Hinweis: Das Salz fürs gesamte Rezept ist in diesem Brei enthalten. Du salzt also nicht nochmal im Hauptteig nach. Wer das vergisst, bekommt entweder ein versalzenes oder ein fades Brot.

    Tag 2, Schritt 3: Vorteig kontrollieren

    Am nächsten Morgen schaust du dir beide Vorbereitungen an. Der Vorteig sollte deutlich aufgegangen sein – mindestens auf das Doppelte, im Idealfall mehr. An der Oberseite siehst du eine leicht eingefallene Mitte oder kleine Bläschen. Beides ist gut. Roch er am Abend noch mild-süßlich, riecht er jetzt frisch-säuerlich, manchmal leicht alkoholisch. Auch das ist normal.

    Was tun, wenn er nicht hochgekommen ist? Drei mögliche Ursachen:

    • Anstellgut war zu schwach. Das passiert besonders nach langer Kühlschrank-Lagerung. Im Rezept ist als Notfall-Lösung 10 g Frischhefe vorgesehen, die du dem Hauptteig zugibst. Das ist eine pragmatische Rettung – aber kein vollwertiger Ersatz. Der Sauerteig-Charakter wird flacher, die Aromenkomplexität geringer.
    • Raum war zu kühl. Unter 20 °C arbeitet Sauerteig deutlich langsamer. Bei 18 °C kann er statt 12 sogar 16 bis 18 Stunden brauchen. Wenn er aber leicht aktiv aussieht, einfach noch eine bis zwei Stunden Zeit geben.
    • Es war zu lange. Sauerteig kann auch übergaren. Dann ist er flach geworden, riecht stechend essig-sauer oder nach Lösungsmittel. In diesem Fall lieber wegwerfen und neu ansetzen – ein übergarter Vorteig macht das Brot säuerlich-flach.

    Der Dinkelbrei sollte am Morgen eine feste, geleeartige Konsistenz haben. Wenn er noch flüssig ist, war das Schroten zu grob oder das Wasserverhältnis nicht stimmig. Du kannst ihn trotzdem verwenden, dann aber etwas weniger Wasser im Hauptteig dazugeben.

    Tag 2, Schritt 4: Hauptteig zusammenführen und kneten

    Jetzt kommen alle Komponenten zusammen: der aufgegangene Vorteig, der gequollene Dinkelbrei, 180 g Dinkelmehl 1050, 200 g Roggenvollkornmehl und 210 ml lauwarmes Wasser. Salz ist schon im Brei – nicht nochmal nachsalzen.

    Die Knetzeit beträgt 10 bis 15 Minuten in der Küchenmaschine. Bei Roggenteigen geht es weniger um Glutenaufbau (Roggen hat kaum Kleberprotein) als um gleichmäßige Verteilung und das Auflockern der Mehlstruktur. Wer von Hand knetet, sollte 15 Minuten einplanen und mit feuchten Händen arbeiten – der Teig ist sehr klebrig.

    Genau diese Klebrigkeit ist gewollt. Das Rezept hat eine effektive Hydration von etwa 80 Prozent, das ist hoch. Der Teig löst sich nicht sauber vom Schüsselrand und bleibt an den Händen kleben. Wer hier Mehl nachschüttet – die naheliegende Reaktion – ruiniert das ganze Konzept. Die hohe Hydration ist der Grund für die offene Krume, die du im Anschnittsbild siehst. Trockener Teig gibt dichtes Brot.

    💡 Tipp: Mehr Antworten zu Sauerteig, hoher Hydration und Roggenteigen findest du in unseren Brotback-FAQ.

    Tag 2, Schritt 5: Drei Faltungen während der Stockgare

    Der geknetete Teig kommt in eine leicht mit Olivenöl gefettete Schüssel, abgedeckt mit Folie oder einem feuchten Tuch. Insgesamt geht der Teig drei Stunden, in dieser Zeit wird er dreimal gefaltet:

    • Faltung 1: 15 Minuten nach Beginn
    • Faltung 2: weitere 15 Minuten später
    • Faltung 3: weitere 30 Minuten später

    Nach Faltung 3 ruht der Teig noch etwa zwei Stunden weiter.

    Was eine Faltung praktisch ist: Du befeuchtest deine Hände, hebst eine Seite des Teigs an, ziehst sie vorsichtig in die Länge (so weit es geht, ohne dass der Teig reißt) und schlägst sie auf die gegenüberliegende Seite. Dann drehst du die Schüssel um 90 Grad und wiederholst das. Vier Seiten insgesamt. Das Ganze dauert maximal eine Minute.

    Warum dehnen und falten statt durchkneten? Beim Kneten wird Gluten aktiv aufgebaut, beim Falten wird vorhandenes Gluten geordnet und ausgerichtet. Bei weichen, feuchten Teigen ist das die schonendere Methode. Außerdem fängt jede Faltung neue Luft ein, was später die offene Krume mitprägt.

    Die zeitlichen Abstände sind nicht zufällig: Am Anfang ist das Gluten noch frisch, da reichen kurze Intervalle. Mit fortschreitender Gare wird der Teig stabiler – die Abstände werden länger. Nach drei Faltungen ist die Struktur gefestigt, und die letzten zwei Stunden lässt du den Teig einfach in Ruhe gehen.

    Wie sieht ein „fertiger“ Teig aus? Er hat sich deutlich vergrößert (um mindestens ein Drittel), ist an der Oberfläche glatt-glänzend, und an der Seite siehst du Luftblasen, die sich an die Schüsselwand drücken. Ein Stups mit dem Finger sollte langsam zurückspringen, nicht sofort und nicht gar nicht.

    Tag 2, Schritt 6: Den Römertopf vorbereiten

    Während der Teig die letzte Stunde geht, wird der Backofen vorbereitet. Du stellst eine Schale mit heißem Wasser ganz unten in den Ofen, dazu den geschlossenen Römertopf ins untere Drittel und heizt auf 250 °C Ober- und Unterhitze.

    Anders als bei vielen anderen Brotrezepten wird der Römertopf nicht vorher gewässert. Bei diesem Rezept geht der Teig direkt in den heißen, trockenen Topf. Der Dampf für die ersten 15 Minuten kommt von der Wasserschale unten, nicht aus dem Topf selbst. Das ist eine wichtige Abweichung von der klassischen Römertopf-Methode.

    Warum dieser Aufbau? Der heiße Topf gibt sofort Hitze ans Brot ab und sorgt für den initialen Ofentrieb. Die Dampfschale verhindert gleichzeitig, dass die Kruste zu schnell hart wird – das Brot kann sich noch ausdehnen. Wäre der Topf nass, würde der zusätzliche Dampf das Brot weicher machen und die Kruste später nicht so knackig werden.

    Die 30 bis 45 Minuten Vorheizzeit klingen lang, sind aber wichtig: Der schwere Tonkörper braucht diese Zeit, um wirklich gleichmäßig durcherhitzt zu sein. Ein nur an der Oberfläche heißer Topf gibt schlechteren Ofentrieb.

    Tag 2, Schritt 7: Den Teig formen und einschießen

    Sobald der Ofen Temperatur hat, stürzt du den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche oder direkt auf einen Pizzaschieber. Auf der Fläche wiederholst du die Faltung von vorhin: alle vier Seiten zur Mitte schlagen. Das gibt dem Teigling seine endgültige Form und die nötige Oberflächenspannung.

    Streue dann Mehl auf die Oberseite. Das hat zwei Funktionen: Es sieht rustikal aus, und es verhindert, dass die Kruste beim Schließen des Topfes am Deckel kleben bleibt. Manche schneiden das Brot vor dem Einschießen ein, dieses Rezept verzichtet darauf – die kreuzweise Faltung gibt der Kruste schon eine natürliche Struktur, an der sie kontrolliert aufreißt.

    Jetzt kommt der heikelste Moment: den Teigling in den heißen Topf bekommen. Die Methode mit dem Pizzaschieber ist deutlich entspannter als das Heben mit den Händen. Schieber unter den Teig, Topf aus dem Ofen, Schieber rüber, ein zügiges Zurückziehen lässt den Teigling in den Topf gleiten. Sofort Deckel drauf, Topf zurück in den Ofen, Tür zu.

    Wer keinen Schieber hat: Backpapier funktioniert. Den Teig auf ein Stück Papier setzen, mit dem Papier zusammen in den Topf heben. Das Papier bleibt drin und wird mitgebacken – schadet dem Brot nicht.

    Tag 2, Schritt 8: Die zwei Backphasen

    Phase eins: 30 Minuten geschlossen bei 250 °C. In dieser Zeit findet der eigentliche Ofentrieb statt. Der Teig dehnt sich noch einmal stark aus, die Krume bildet sich, die Stärke verkleistert vollständig. Der geschlossene Topf hält das benötigte Mikroklima – feucht genug, dass die Kruste elastisch bleibt.

    Phase zwei: Deckel ab, Temperatur runter auf 210 °C, weitere 20 bis 30 Minuten. Jetzt wird die Kruste gebaut. Die Restfeuchte aus dem Brot entweicht, die Stärke karamellisiert an der Oberfläche, die Maillard-Reaktion sorgt für Bräunung und Aromenkomplexität.

    Wann ist das Brot fertig? Zwei Tests: Klopf auf den Boden – klingt es hohl, ist es durch. Oder Kerntemperatur messen – über 96 °C ist sicher. Optisch sollte die Kruste sattbraun bis tiefbraun sein. Wer es heller mag, nimmt es bei 210 °C nach 20 Minuten raus; wer es dunkler will, lässt es 35 Minuten ohne Deckel.

    💡 Tipp: Du willst die Mengen für eine andere Brotgröße anpassen? Mit unserem Brot-Rezept Rechnerskalierst du alle Zutaten in Sekunden.

    Tag 2, Schritt 9: Auskühlen – die unterschätzte Phase

    Das fertige Brot kommt auf ein Gitter. Und jetzt: warten. Mindestens zwei Stunden, besser drei. Ich weiß, dass dieser Schritt der schwerste am ganzen Rezept ist, vor allem, wenn die Küche nach frischem Brot riecht. Aber er ist nicht verhandelbar.

    Was im Brot in dieser Zeit passiert: Die Stärke kristallisiert beim Abkühlen aus und gibt der Krume erst dann ihre endgültige Konsistenz. Ein zu früh angeschnittenes Brot hat innen eine pampige, klitschige Krume – nicht weil das Rezept nicht funktioniert hat, sondern weil der Prozess noch lief. Die Restfeuchte muss ebenfalls aus der Krume an die Kruste wandern und von dort entweichen. Eingeschlossene Feuchtigkeit macht die Kruste zäh.

    Wer absolut nicht warten kann: ein Anschnitt nach 90 Minuten geht. Aber das ist die absolute Untergrenze, und du wirst den Unterschied zum vollständig ausgekühlten Brot deutlich schmecken.

    Was du jetzt im Anschnitt sehen solltest

    Ein gelungenes Brot nach diesem Rezept hat: eine sattbraune, dicke Kruste mit unregelmäßigen Rissen, eine grau-bräunliche Krume (durch den Roggenanteil), unregelmäßige Poren in verschiedenen Größen, eine elastische, leicht feuchte Textur, die nicht reißt, wenn du eine Scheibe biegst, und einen Geruch nach Sauerteig, gerösteten Körnern und einem Hauch Süße vom Dinkel.

    Wenn die Krume gleichmäßig kleinporig ist, war die Hydration zu niedrig oder du hast zu wenig gefaltet. Wenn sie löchrig-grobporig und der Teig in der Mitte zusammengefallen ist, war die Gare zu lang oder dein Sauerteig zu aktiv. Wenn der Boden brüllt-braun und der Rest hell ist, stand der Topf zu weit unten – beim nächsten Mal eine Schiene höher.

    Häufige Fragen zum Dinkel Roggen Brot mit Sauerteig

    Probier es aus

    Dieses Brot ist eines, das mit jeder Wiederholung besser wird. Beim ersten Mal lernst du, wie der Vorteig aussieht, wenn er bereit ist. Beim zweiten Mal triffst du den Punkt, an dem der Teig „fertig“ ist. Beim dritten Mal hast du die Backzeiten für deinen Ofen kalibriert. Ab dem vierten Versuch wird es zu einem Brot, das du im Schlaf backen kannst – und das deine Familie und Freunde anders ansieht, wenn es auf dem Tisch steht.

    Wenn dein erstes Ergebnis nicht gleich aussieht wie auf dem Foto: völlig normal. Schreib in den Kommentaren, an welcher Stelle es gehakt hat – Faltung, Gare, Backphase. Wir lesen mit und können konkret helfen.

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