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Ein Scheiterhaufen ist ein süßer Auflauf aus altbackenem Weißbrot und Äpfeln, der vor allem in Österreich und Süddeutschland gebacken wird. In unserer Version umhüllt eine Masse aus Frischkäse, Butter und Eiern die Brotwürfel, dazwischen liegen Apfelscheiben mit Zimtzucker. Gebacken wird im Römertopf, nach gut einer Stunde steht der Auflauf auf dem Tisch.
Das Rezept ist eine Resteverwertung für 140 g Toastbrot, Weißbrot oder helle Brötchen vom Vortag. Dazu passt Vanillesauce.

Apfel-Brot-Auflauf Rezept
Zutaten
Anleitung
- Äpfel vorbereiten: Entkernen und in dünne Scheiben schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln und in der Zimt-Zucker-Mischung wenden.
- Frischkäsemasse: Butter schaumig schlagen, Zucker einrühren, dann Frischkäse unterrühren. Eigelb einzeln unter die Masse rühren.
- Brot einarbeiten: Brotwürfel, Mandelblättchen, Rosinen, Vanillepaste und Rum unter die Frischkäsemasse heben.
- Eiweiß schlagen: Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter die Masse heben.
- Schichten: Römertopf innen mit Butter einfetten. Abwechselnd Äpfel und Frischkäsemasse einfüllen.
- Sahne: Gleichmäßig über den Auflauf gießen.
- Backen: Römertopf mit Deckel in den kalten Backofen stellen. 200°C Umluft: 25 Minuten mit Deckel, dann 20 Minuten offen fertig backen.
- Servieren: Warm genießen, dazu Vanillesauce reichen.
Nährwerte
Notizen
Woher der Name kommt
Der Name wird meist auf die geschichteten Brotscheiben zurückgeführt, die an aufgestapelte Holzscheite erinnern. In Schwaben heißt ein sehr ähnliches Gericht Ofenschlupfer, in anderen Regionen Kirschenmichel, wenn Kirschen statt Äpfeln hineinkommen. Klassisch wird das Brot mit einer Mischung aus Eiern und Milch getränkt.
Frischkäse statt Eiermilch
Unsere Version ersetzt die Eiermilch durch eine aufgeschlagene Masse aus 75 g Butter, 80 g Zucker, 200 g Frischkäse und drei Eigelben. Das Ergebnis erinnert in der Konsistenz an einen lockeren Käsekuchen, in dem Brot und Äpfel stecken. Das Eiweiß wird separat steif geschlagen und zum Schluss untergehoben, das macht den Auflauf luftig.
Die 100 ml Sahne kommen erst ganz am Ende über den geschichteten Auflauf. Sie ziehen in die Zwischenräume und halten die oberen Brotwürfel saftig.
Welches Brot und welche Äpfel
Brot vom Vortag nimmt die Masse auf, ohne zu zerfallen. Frisches Brot wird matschig. Hast du nur frisches, schneide es in Würfel und trockne sie zehn Minuten bei 150 Grad im Ofen. Ein selbst gebackenes Toastbrot oder ein Rest Hefezopf eignen sich gut.
Nimm säuerliche Äpfel, die beim Backen ihre Form behalten, etwa Boskoop, Elstar oder Braeburn. Schneide sie in dünne Scheiben, beträufle sie mit Zitronensaft und wende sie in sechs Esslöffeln Zimtzucker. Rum, Rosinen und Mandelblättchen sind optional, statt Rum geht ein Schuss Apfelsaft.
💡 Tipp: Du willst einen größeren Auflauf für Gäste backen? Mit dem Brot-Rezept Rechner rechnest du die Mengen für eine größere Form hoch.
So schichtest du den Auflauf
Schlage zuerst die Butter schaumig, rühre den Zucker ein und dann den Frischkäse. Die Eigelbe kommen einzeln dazu, damit die Masse glatt bleibt. Danach hebst du Brotwürfel, Vanillepaste und die optionalen Zutaten unter und zum Schluss das steife Eiweiß, mit einem Spatel von unten nach oben.
Fette den Römertopf mit Butter aus und fülle abwechselnd Apfelscheiben und Brotmasse hinein. Gieß die Sahne gleichmäßig darüber. Mit Deckel kommt der Topf in den kalten Ofen.
Bei 200 Grad Umluft backt der Scheiterhaufen 25 Minuten mit Deckel und 20 Minuten ohne. In der offenen Phase bräunt die Oberfläche und die Mandeln rösten. Er ist fertig, wenn die Masse in der Mitte nicht mehr flüssig ist.
Servieren und Aufbewahren
Am besten schmeckt der Scheiterhaufen warm mit Vanillesauce, Vanilleeis oder einem Klecks Schlagsahne. Früher wurde er oft als süße Hauptspeise gegessen.
Abgedeckt hält er sich im Kühlschrank zwei bis drei Tage. Aufgewärmt wird er bei 160 Grad etwa 15 Minuten im Ofen, ein Schuss Milch darüber macht ihn wieder saftig. Zum Einfrieren eignet er sich weniger, weil die Frischkäsemasse danach körnig wird.
💡 Noch Fragen? Antworten rund um Brot, Reste und Römertopf findest du in unserer Brotback-FAQ.





