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Zwei frisch gebackene Fladenbrote auf einem Holzbrett, mit einem Küchentuch im Hintergrund.

Bhatura – indisches Ballonbrot, einfach gebacken

6 Min. Lesezeit

Bhatura ist ein indisches Fladenbrot, das beim Garen zu einem luftigen Ballon aufgeht – daher der Name Ballonbrot. In Indien ist es vor allem als Teil von Chole Bhature bekannt, zusammen mit einem würzigen Kichererbsen-Curry. Traditionell wird Bhatura frittiert; in diesem Rezept backen wir es im Ofen, was die Zubereitung leichter und unkomplizierter macht.

Der Teig kommt ganz ohne Hefe aus. Stattdessen sorgen Joghurt, Backpulver und Natron für die Lockerung und den leicht säuerlichen Geschmack. Nach einer kurzen Ruhezeit rollst du den Teig dünn aus und backst ihn bei großer Hitze, bis er sich aufbläht. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie dein Bhatura gelingt – und was es vom Naan unterscheidet.

Zwei frisch gebackene Fladenbrote auf einem Holzbrett, mit einem Küchentuch im Hintergrund.

Bhatura – Indisches Ballonbrot Rezept

Bhatura – das indische Ballonbrot, hier in einer gebackenen statt frittierten Variante. Der Teig aus Weizenmehl und Hartweizengrieß wird mit Joghurt, Backpulver und Natron gelockert und kommt ganz ohne Hefe aus. Nach kurzer Ruhezeit dünn ausgerollt und bei großer Hitze gebacken, geht das Brot luftig auf. Perfekt zu Chole und anderen Currys – leichter und unkomplizierter als das frittierte Original.
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 10 Minuten
Ruhezeit 3 Stunden
Gesamtzeit 3 Stunden 20 Minuten
Portionen: 4 Portionen
Gericht: Faltbrot
Küche: Indisch

Zutaten
  

  • 200 g Weizenmehl
  • 35 g Hartweizengrieß
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1 TL Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 80 g Joghurt
  • 60 g Wasser
  • Etwas Pflanzenöl zum Bestreichen
  • Etwas Butter zum Bestreichen

Anleitung
 

Teig vorbereiten:
  1. Mehl, Hartweizengrieß, Backpulver, Natron, Zucker und Salz in einer Schüssel vermengen. Joghurt und Wasser hinzufügen und zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
Teig ruhen lassen:
  1. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und 2–3 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen. Dadurch kann sich die Teigstruktur optimal entwickeln.
Backofen vorheizen:
  1. Den Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Fladen formen:
  1. Den Teig in vier gleich große Stücke teilen und zu dünnen Fladen ausrollen. Beide Seiten mit etwas Öl bepinseln.
Backen:
  1. Die Fladen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und 10–12 Minuten backen, bis sie sich aufblähen und goldbraun werden. Gegebenenfalls gegen Ende der Backzeit einmal wenden.
Verfeinern & Servieren:
  1. Nach dem Backen die Bhatura sofort mit etwas Butter bestreichen – das sorgt für einen besonders aromatischen Geschmack.
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Was ist Bhatura?

Bhatura ist ein weiches, aufgeblähtes Fladenbrot aus Nordindien. Es wird aus einem Weizenteig mit Joghurt hergestellt und beim Garen durch die Hitze zu einem Ballon aufgeblasen. Innen bleibt es weich und luftig, außen bekommt es eine leicht goldene Oberfläche.

Am bekanntesten ist es als Chole Bhature – die Kombination aus Bhatura und einem würzigen Kichererbsen-Curry. Dieses Gericht ist in Nordindien ein beliebtes Frühstück und Streetfood. Das Brot dient dabei zum Aufnehmen und Eintunken der Sauce.

Anders als viele indische Brote enthält Bhatura keine Hefe. Die Lockerung übernehmen Joghurt, Backpulver und Natron. Das macht den Teig schnell angerührt und verzichtbar auf lange Gehzeiten.

💡 Tipp: Du willst mehr über Mehlsorten, Triebmittel und Teigführung wissen? In unseren Brotback-FAQfindest du Antworten auf die häufigsten Fragen rund ums Backen.

Gebacken statt frittiert – der Unterschied

Ganz ehrlich: Klassisches Bhatura wird in heißem Öl frittiert. Erst dadurch bläst es sich besonders dramatisch auf und bekommt seine typische, leicht knusprige Außenseite. Diese Version geht einen anderen Weg und backt das Brot im Ofen.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Backen ist leichter, sauberer und kommt mit deutlich weniger Fett aus. Du musst kein heißes Öl handhaben und sparst dir das Frittieren. Für den Alltag ist das die unkompliziertere Variante.

Sei dir aber bewusst, dass sich die gebackene Version vom Original unterscheidet. Sie bläht sich in der Regel etwas weniger stark auf und ist innen weicher als knusprig. Geschmacklich bleibt sie dem indischen Klassiker aber nah – nur eben leichter.

Die Zutaten und der Teig

Die Basis bilden Weizenmehl und etwas Hartweizengrieß. Der Grieß gibt dem Bhatura Struktur und einen feinen Biss, der es vom weichen Naan unterscheidet. Dazu kommen Zucker und Salz für den Geschmack.

Die Lockerung ist das Besondere. Statt Hefe sorgen Joghurt, Backpulver und Natron für Volumen: Die Säure des Joghurts reagiert mit dem Natron und bildet Bläschen, die den Teig auflockern. Der Joghurt macht den Teig außerdem geschmeidig und gibt eine feine Säure.

Verknete alle Zutaten mit Joghurt und Wasser zu einem geschmeidigen Teig. Wickle ihn dann in Frischhaltefolie und lass ihn zwei bis drei Stunden bei Raumtemperatur ruhen. In dieser Zeit quillt der Grieß und die Teigstruktur entwickelt sich – das ist wichtig, damit sich das Bhatura später gut ausrollen lässt und aufgeht.

💡 Tipp: Du willst mehr oder weniger Fladen backen? Mit unserem Brot-Rezept Rechner passt du alle Zutaten im richtigen Verhältnis an.

Bhatura formen und backen

Heize den Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vor. Teile den geruhten Teig in vier gleich große Stücke und roll jedes zu einem dünnen Fladen aus. Je gleichmäßiger und dünner der Fladen, desto besser bläht er sich später auf.

Bepinsle beide Seiten der Fladen mit etwas Öl. Das Öl hilft, dass die Oberfläche nicht austrocknet und das Bhatura besser aufgeht. Leg die Fladen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech.

Backe sie 10 bis 12 Minuten, bis sie sich aufblähen und goldbraun werden. Gegen Ende der Backzeit kannst du sie einmal wenden, damit beide Seiten Farbe bekommen. Sobald das Bhatura aufgegangen ist, ist es fertig.

So servierst du Bhatura

Bestreich das Bhatura direkt nach dem Backen mit etwas Butter. Das gibt ihm einen besonders aromatischen Geschmack und hält es weich. Am besten schmeckt es frisch und warm.

Klassisch servierst du Bhatura mit Chole, einem würzigen Kichererbsen-Curry. Auch zu anderen indischen Currys oder Dals passt es hervorragend, weil es die Sauce gut aufnimmt. Reiß es einfach in Stücke und tunk es ein.

Frisch gebacken ist Bhatura am besten. Solltest du Reste haben, wärmst du sie kurz im Ofen oder in der Pfanne auf, damit sie wieder weich werden. In der Mikrowelle werden sie schnell zäh.

Häufige Fragen zu Bhatura

Fazit

Bhatura ist ein spannendes indisches Fladenbrot, das sich auch ohne Frittieren zu Hause backen lässt. Mit Joghurt, Grieß und ein wenig Backtriebmittel gelingt ein luftiges Brot, das wunderbar zu Currys passt. Sei nicht enttäuscht, wenn sich nicht jeder Fladen zum perfekten Ballon aufbläht – gebacken fällt der Effekt milder aus als beim frittierten Original, der Geschmack stimmt trotzdem.

Wenn du Lust auf mehr Fladenbrote aus aller Welt hast, probier als Nächstes unser türkisches Fladenbrot. Viel Freude beim Backen.

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