Dieses Zupfbrot ist gefüllter Hefeteig in seiner geselligsten Form: weiche Teigquadrate, dick mit Pesto bestrichen, dazwischen getrocknete Tomaten und geriebener Mozzarella. Gebacken wird es hochkant in der Kastenform, sodass du die einzelnen Schichten später einfach abzupfen kannst. Während die meisten Zupfbrote auf Kräuterbutter setzen, geht dieses hier in die mediterrane Richtung – würziger, saftiger, ein bisschen italienischer.
Du brauchst dafür keine Spezialausrüstung und keinen Sauerteig, nur einen klassischen Hefeteig und etwas Zeit zum Gehen. Das Brot passt zum Grillen, als Mitbringsel oder als Mittelpunkt auf dem Buffet. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, worauf es bei Füllung, Technik und Backen ankommt – und wie dein Zupfbrot saftig bleibt, statt trocken zu werden.

Zupfbrot mit Pesto und getrockneten Tomaten
Zutaten
Anleitung
- Milch mit Wasser mischen und handwarm (30 °C) erhitzen, darin nun die Hefe lösen.
- Alle weiteren Zutaten für den Teig in einer Schüssel grob vermischen, dann das Hefegemisch zugeben und ca. 10 min in der Küchenmaschine (bzw. 5-7 min von Hand) kneten.
- Teig zu einer Kugel formen und etwa 1h mit Folie abgedeckt bei Raumtemperatur gehen lassen.
- In der Zwischenzeit die Tomaten kleinschneiden und das Pesto mit dem Salz vermischen.
- Die Römertopf Kastenform etwa 10-15 Minuten in lauwarmen Wasser wässern (kurz bevor der Teig ausgerollt wird), danach von innen gut abtrocknen und dünn, aber gründlich mit weicher Butter fetten und mit etwas Mehl ausstäuben (überschüssiges Mehl ausklopfen).
- Sobald das Teigvolumen sich verdoppelt hat, den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche rechteckig auf ca. 3-4 mm Dicke ausrollen und mit dem Pesto bestreichen.
- Nun grob gehackte Tomaten und Mozzarella darüberstreuen.
- Den Teig in der Breite der Form entsprechende Quadrate schneiden, diese dann mit den Kanten nach oben zeigend in der Form „stapeln“. Dabei kann man die Form ruhig hochkant hinstellen.
- So nun das Pull Apart Bread nochmals 15 min gehen lassen.
- Form in den nicht vorgeheizten Backofen geben und Temperatur auf 175 °C Ober-/Unterhitze einstellen und 45-50 min backen (Falls die Oberfläche zu stark bräunt mit Alufolie abdecken).
Nährwerte
Warum dieses Zupfbrot besonders ist
Die meisten Zupfbrote im Netz sind Variationen von Kräuterbutter und Knoblauch. Dieses hier nicht. Pesto, getrocknete Tomaten und Mozzarella verschieben den Geschmack klar Richtung Mittelmeer – kräftig, salzig, mit der Süße der Tomaten als Gegenpol.
Der zweite Unterschied steckt im Teig. Mit Butter, Eiern und Milch ist er reicher und weicher als ein einfacher Partybrot-Teig, fast schon brioche-artig, aber herzhaft gewürzt. Das macht die Krume zart und sorgt dafür, dass sich die Schichten butterzart auseinanderzupfen lassen.
Und drittens die Form: Statt rund in einer Auflaufform stapeln wir die Teigquadrate hochkant in einer Kastenform. So bekommst du saubere, gleichmäßige Lagen – jede einzelne eine kleine Portion zum Abreißen.
💡 Tipp: Mehr Antworten zu Hefe, Gare und Backtechnik findest du in unseren Brotback-FAQ.
Die mediterrane Füllung: Pesto, Tomaten & Mozzarella
Beim Pesto greifst du am besten zu einem guten Pesto alla Genovese – Basilikum, Pinienkerne, Parmesan. Es bildet die würzige Grundschicht, die jede Teiglage durchzieht. Rühre das Salz direkt ins Pesto, dann verteilt es sich gleichmäßig, ohne einzelne salzige Stellen.
Die getrockneten Tomaten kommen aus dem Öl und werden vor dem Verteilen gut abgetropft und klein geschnitten. Zu viel Öl macht den Teig sonst schwer und die Schichten rutschig. Ihre konzentrierte Süße ist der wichtigste Gegenspieler zum salzigen Pesto.
Beim Mozzarella ist eine Sache entscheidend: Nimm geriebenen Mozzarella, keine Kugeln. Frischer Kugel-Mozzarella gibt beim Backen zu viel Wasser ab und weicht die Krume auf. Der geriebene schmilzt dagegen sauber zwischen den Lagen und hält das Brot trotzdem saftig. Salz und Pfeffer runden die Füllung ab.
Teig & Technik: vom Hefewürfel zum gestapelten Brot
Löse die Frischhefe zuerst in der handwarmen Mischung aus Milch und Wasser auf – rund 30 °C, nicht heißer, sonst nimmt die Hefe Schaden. Danach kommen alle weiteren Teigzutaten dazu und der Teig wird etwa 10 Minuten in der Küchenmaschine geknetet (von Hand 5–7 Minuten). Forme ihn zu einer Kugel und lass ihn abgedeckt rund eine Stunde gehen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Jetzt kommt das Herzstück. Roll den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche rechteckig auf 3–4 mm Dicke aus und bestreich ihn mit dem Pesto. Verteile Tomaten und Mozzarella darüber. Schneide den Teig dann in Quadrate, die so breit sind wie deine Form.
Diese Quadrate stapelst du mit den Kanten nach oben in der Form – die Form darfst du dafür ruhig hochkant hinstellen, das macht das Schichten leichter. Anschließend lässt du das Brot noch einmal etwa 15 Minuten gehen, bevor es in den Ofen wandert.
💡 Tipp: Du willst die Mengen für eine andere Brotgröße anpassen? Mit unserem Brot-Rezept Rechnerskalierst du alle Zutaten in Sekunden.
Backen in der Kastenform – darauf kommt es an
Wenn du eine Kastenform aus Ton verwendest, wässerst du sie 10–15 Minuten in lauwarmem Wasser, bevor der Teig hineinkommt. Danach trocknest du sie von innen ab und fettest sie dünn, aber gründlich mit weicher Butter, bevor du sie mit etwas Mehl ausstäubst. Das verhindert, dass das Brot später festklebt.
Das gewässerte Material gibt beim Backen Feuchtigkeit ab und hält die Krume saftig – ein Vorteil, den eine Römertopf Kastenform{:target=“_blank“ rel=“nofollow“} aus Naturton besonders gut ausspielt. Wichtig dabei: Eine Tonform gehört in den kalten, nicht vorgeheizten Backofen, sonst kann sie durch den Temperaturschock springen.
Stell die Form also in den kalten Ofen, wähle dann 175 °C Ober-/Unterhitze und backe das Zupfbrot 45–50 Minuten. Wird die Oberfläche zu dunkel, deck sie locker mit Alufolie ab. Fertig ist das Brot, wenn die Kruste goldbraun ist und der Käse zwischen den Lagen blubbert.
Servieren, aufbewahren & aufwärmen
Am besten schmeckt das Zupfbrot lauwarm, direkt aus der Form. Stell es in die Mitte des Tisches und lass alle selbst abzupfen – als Grillbeilage, zu Antipasti oder als Hauptdarsteller auf dem Buffet. Ein kleiner Dip aus Olivenöl und Balsamico passt gut dazu.
Übrig gebliebenes Brot hält in einer luftdichten Dose ein bis zwei Tage. Zum Aufwärmen gibst du es für ein paar Minuten bei 150 °C in den Ofen, am besten kurz mit Folie abgedeckt, damit es nicht austrocknet. So wird der Käse noch einmal weich und die Kruste wieder knusprig.
Du kannst das Zupfbrot auch portionsweise einfrieren. Lass es vor dem Aufwärmen antauen und back es dann kurz auf. Frisch gebacken bleibt es aber unschlagbar.
Häufige Fragen zum Zupfbrot mit Pesto
Fazit
Dieses Zupfbrot ist genau die Art Rezept, das auf einem Tisch nie lange übrig bleibt. Es ist herzhaft, saftig und macht durch die Stapeltechnik richtig was her – ohne dass du dafür ein Profi sein musst. Wenn dein erster Versuch noch nicht perfekt geschichtet ist, macht das gar nichts; abgezupft schmeckt es trotzdem großartig, und beim zweiten Mal sitzt jeder Handgriff.
Trau dich ruhig an eigene Füllungen, sobald du den Dreh raushast. Und wenn du Lust auf mehr Brot zum Teilen hast, schau dir auch unser Laugen-Grillbrot mit Mozzarella an. Viel Freude beim Backen – und beim Zupfen.



