Ein selbst gebackener Hefezopf gehört für viele zum Sonntagsfrühstück und zu Ostern einfach dazu. Dieses Rezept kommt mit wenigen Zutaten aus, der Teig entsteht in der Küchenmaschine oder von Hand. Nach zwei kurzen Gehzeiten und 25 Minuten im Ofen hast du einen weichen, goldbraunen Zopf mit Hagelzucker.
Unten erklären wir dir außerdem Schritt für Schritt, wie du einen Hefezopf aus drei Strängen flechtest. Das klappt auch beim ersten Mal.

Hefezopf
Zutaten
Zubehör
Anleitung
- Die Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen. Die Hefe in der kalten Milch vollständig auflösen.
- Mehl in eine Schüssel geben, Hefemilch und Butter dazugießen und in der Küchenmaschine verrühren.
- Zucker, Vanillezucker und Ei dazugeben und etwa 8 Minuten zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten.
- Den Teig zur Kugel formen und abgedeckt etwa 1 Stunde gehen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat.
- Den Teig in drei gleich schwere Stücke teilen und jeweils zu einem etwa 30 cm langen Strang rollen.
- Die Stränge zu einem lockeren Zopf flechten, die Enden zusammendrücken und unter den Zopf schieben. Auf ein Blech mit Backpapier legen.
- Abgedeckt eine weitere Stunde gehen lassen. Nach etwa 30 Minuten den Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
- Den Zopf mit Milch bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen.
- Etwa 25 Minuten goldbraun backen und auf einem Gitter abkühlen lassen.
Notizen
Darauf kommt es beim Hefezopf an
Ein guter Hefezopf ist weich, leicht süß und hat eine feine, gleichmäßige Krume. Dafür sorgen Butter, Milch und Ei im Teig, sie machen ihn zart und halten ihn länger frisch. Die kalte Milch verlangsamt die Hefe etwas, so hast du beim Kneten und Flechten genug Zeit.
Wichtig ist, dass du den Teig lange genug knetest. Er sollte glatt sein und sich vom Schüsselrand lösen. In der Küchenmaschine dauert das etwa acht Minuten, von Hand rund zehn bis zwölf Minuten.
💡 Tipp: Du möchtest einen kleineren oder doppelt so großen Zopf backen? Der Brot-Rezept Rechner rechnet alle Zutaten dieses Rezepts für dich um.
Hefezopf flechten: so geht es mit drei Strängen
Teile den Teig mit einer Waage in drei gleich schwere Stücke, dann wird der Zopf gleichmäßig. Rolle jedes Stück zu einem etwa 30 cm langen Strang, der in der Mitte etwas dicker ist als an den Enden. Ist der Teig zu elastisch und zieht sich zurück, lass ihn fünf Minuten ruhen.
- Lege die drei Stränge nebeneinander und drücke sie oben fest zusammen.
- Lege den rechten Strang über den mittleren, er wird zum neuen mittleren Strang.
- Lege nun den linken Strang über den mittleren.
- Wiederhole das abwechselnd, bis die Stränge aufgebraucht sind. Flechte locker, damit der Zopf beim Gehen Platz hat.
- Drücke die Enden zusammen und schlage sie unter den Zopf.
Tipp für ein gleichmäßiges Ergebnis: Beginne in der Mitte und flechte zuerst zu einem Ende, dann drehst du den Zopf um und flechtest die andere Hälfte. So werden beide Enden gleich dick.

Backzeit und Temperatur
Der Zopf backt bei 200 °C Ober- und Unterhitze auf der mittleren Schiene etwa 25 Minuten. Bestreiche ihn kurz vor dem Backen mit Milch, so wird die Oberfläche glänzend und der Hagelzucker haftet. Für eine dunklere, glänzende Kruste nimmst du statt Milch ein verquirltes Eigelb mit einem Schuss Milch.
Fertig ist der Hefezopf, wenn er rundum goldbraun ist und beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt. Mit einem Thermometer misst du im Kern etwa 90 °C. Lass ihn auf einem Gitter abkühlen, lauwarm mit Butter schmeckt er am besten.
Varianten
- Mit Rosinen: 100 g Rosinen in Rum oder Wasser einweichen und am Ende des Knetens unterarbeiten
- Mit Nüssen: den Zopf vor dem Backen mit gehobelten Mandeln statt Hagelzucker bestreuen
- Mit Dinkel: das Weizenmehl durch Dinkelmehl Type 630 ersetzen und nur etwa sechs Minuten kneten
- Als Kranz: den fertig geflochtenen Zopf zu einem Ring legen und die Enden gut verbinden
Wenn dir weiche Hefeteige gefallen, probier auch unser Einback oder das Hefeteig-Grundrezept für Süßes und Herzhaftes. Welches Mehl sich wofür eignet, erklären wir bei den Mehltypen.
💡 Tipp: Dein Hefeteig geht nicht richtig auf? In der Brotback-FAQ findest du die häufigsten Ursachen und was du dagegen tun kannst.
Häufige Fragen zum Hefezopf
Welches Mehl ist für Hefezopf am besten?
Klassisch wird Hefezopf mit Weizenmehl Type 405 gebacken, das ergibt eine besonders feine, helle Krume. Mit Type 550 wird der Zopf etwas stabiler und hält seine Form besser. Dinkelmehl 630 funktioniert ebenfalls, dann knetest du etwas kürzer.
Wie lange muss ein Hefezopf backen?
Bei 200 °C Ober- und Unterhitze braucht ein Zopf aus 500 g Mehl etwa 25 Minuten. Er ist fertig, wenn er goldbraun ist und beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt. Wird er zu schnell dunkel, decke ihn nach 15 Minuten mit Backpapier ab.
Warum ist mein Hefezopf trocken?
Meist war er zu lange im Ofen oder der Teig war zu fest. Nimm den Zopf heraus, sobald er goldbraun ist, und gib beim Kneten nicht zu viel Mehl dazu. In einem Gefrierbeutel oder einer Brotdose bleibt er am nächsten Tag saftiger.
Kann ich den Hefezopf am Vorabend vorbereiten?
Ja. Flechte den Zopf am Abend, lege ihn abgedeckt auf das Blech und stelle ihn über Nacht in den Kühlschrank. Am Morgen lässt du ihn 30 bis 45 Minuten bei Raumtemperatur akklimatisieren und backst ihn dann wie beschrieben.
Kann ich Hefezopf einfrieren?
Ja, am besten vollständig ausgekühlt und gut verpackt. Er hält sich im Gefrierfach etwa drei Monate. Zum Auftauen lässt du ihn ein paar Stunden bei Raumtemperatur liegen oder backst ihn fünf Minuten bei 150 °C auf.
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