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Drei Weckmänner aus Hefeteig mit Rosinenaugen und Tonpfeife auf einem Backblech

Weckmann Rezept – Stutenkerl und Martinsmann selber backen

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Ein Weckmann ist eine Figur aus süßem Hefeteig, die im November zu St. Martin und im Dezember zu Nikolaus gebacken wird. Je nach Region heißt sie auch Stutenkerl, Martinsmann oder Grittibänz. Unser Rezept ergibt aus 500 g Mehl sechs Weckmänner mit Rosinenaugen. Vom Kneten bis zum Auskühlen brauchst du knapp zwei Stunden.

Die Figuren werden von Hand geformt, eine Ausstechform brauchst du nicht. Das Formen ist so einfach, dass Kinder gut mitmachen können.

Drei Weckmänner aus Hefeteig mit Rosinenaugen und Tonpfeife auf einem Backblech

Weckmann

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Süße Hefeteigfiguren mit Rosinenaugen und Tonpfeife, gebacken zu St. Martin und Nikolaus.
Vorbereitungszeit 40 Minuten
Zubereitungszeit 20 Minuten
Gehzeit 45 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 45 Minuten
Portionen: 6 Weckmänner
Gericht: Gebäck
Küche: Deutsch
Kalorien: 561

Zutaten
  

Teig
  • 500 g Weizenmehl Type 550 Type 405 geht auch
  • 100 g Zucker
  • 2 Eier Größe M, zimmerwarm
  • 1 Prise Salz
  • 125 ml Milch
  • 120 g Butter
  • 30 g frische Hefe oder 2 Päckchen Trockenhefe
Zum Verzieren
  • 1 Eigelb
  • 4 EL Milch
  • Rosinen für Augen und Knöpfe
  • 6 kleine Tonpfeifen optional

Anleitung
 

  1. Milch und Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Etwas abkühlen lassen, bis die Mischung nur noch lauwarm ist.
  2. Die Hefe in die lauwarme Milch bröseln und unter Rühren auflösen.
  3. Mehl, Zucker, Salz und Eier in eine Schüssel geben, die Hefemilch dazugießen und etwa 8 Minuten zu einem glatten, weichen Teig kneten.
  4. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen, bis er sichtbar größer geworden ist.
  5. Den Teig in sechs gleich schwere Stücke teilen. Jedes Stück zu einem länglichen Fladen von etwa 1 cm Dicke ausrollen, oben einen Kopf abschnüren, mit einem Messer Arme und Beine einschneiden und leicht auseinanderziehen.
  6. Die Figuren auf ein Blech mit Backpapier legen. Eigelb und Milch verquirlen, die Figuren damit bestreichen und Rosinen als Augen und Knöpfe eindrücken. Nach Wunsch eine Tonpfeife unter einen Arm stecken. 15 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
  7. Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C Ober- und Unterhitze etwa 20 Minuten goldbraun backen. Auf einem Gitter abkühlen lassen.

Nährwerte

Portion: 156gKalorien: 561kcalKohlenhydrate: 76.8gEiweiß: 13.7gFett: 21.1gBallaststoffe: 3.6gdavon Zucker: 19.2g

Notizen

Die Nährwerte sind aus Durchschnittswerten der Zutaten berechnet und dienen als Orientierung.
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Viele Namen für dasselbe Gebäck

Im Rheinland und in großen Teilen Hessens heißt die Figur Weckmann, abgeleitet vom Weck, dem Wort für Brötchen. In Westfalen und im Ruhrgebiet sagt man Stutenkerl, weil der Teig einem süßen Stuten entspricht. In der Schweiz kennt man ihn als Grittibänz, in manchen Gegenden als Martinsmann oder Klausenmann.

Typisch ist die kleine weiße Tonpfeife. Eine verbreitete Erklärung ist, dass die Figur ursprünglich einen Bischof mit Stab darstellte und daraus im Lauf der Zeit die Pfeife wurde. Die Pfeifen bekommst du im Herbst in vielen Supermärkten oder beim Bäckereibedarf, sie sind wiederverwendbar.

Der Teig

Der Teig ist ein klassischer süßer Hefeteig mit Milch, Butter, Zucker und Eiern. Er ist weich und gut formbar, klebt aber nicht. Weizenmehl Type 550 hält die Form der Figuren besser als Type 405, mit dem die Weckmänner etwas flacher werden. Was die beiden Mehle unterscheidet, steht bei den Mehltypen.

Milch und Butter sollten nur lauwarm sein, wenn die Hefe dazukommt. Heiße Milch schadet der Hefe. Wenn du mit dem Teig grundsätzlich vertraut werden willst, schau dir unser Hefeteig-Grundrezept an, es funktioniert nach demselben Prinzip.

💡 Tipp: Du brauchst Weckmänner für eine ganze Schulklasse? Mit dem Brot-Rezept Rechner rechnest du das Rezept zum Beispiel auf 24 Figuren hoch.

So formst du die Figuren

Teile den Teig mit einer Waage in sechs gleich schwere Stücke von etwa 160 g, dann backen alle Figuren gleichmäßig. Roll jedes Stück zu einem länglichen Fladen von etwa einem Zentimeter Dicke. Drück mit der Handkante ein Viertel ab, so entsteht der Hals, und runde den Kopf mit den Fingern ab.

Mit einem Messer schneidest du unten die Beine und an den Seiten die Arme ein und ziehst sie leicht auseinander. Rosinen drückst du tief genug in den Teig, sonst springen sie beim Aufgehen heraus. Nach dem Bestreichen mit Eigelb und Milch ruhen die Figuren noch 15 Minuten, dann kommen sie in den Ofen.

Wenn die Weckmänner nach 15 Minuten schon kräftig braun sind, leg ein Stück Backpapier darüber. Sie sind fertig, wenn die Unterseite goldbraun ist.

Varianten und Aufbewahrung

  • Mit Hagelzucker: nach dem Bestreichen Hagelzucker aufstreuen.
  • Mit Schokolade: Schokotropfen statt Rosinen für Augen und Knöpfe nehmen.
  • Mit Dinkel: Dinkelmehl Type 630 statt Weizen verwenden und nur sechs Minuten kneten.

Weckmänner schmecken am Backtag am besten. In einer Dose bleiben sie zwei Tage weich, danach kannst du sie kurz im Ofen aufbacken. Sie lassen sich auch einfrieren. Weitere süße Hefegebäcke findest du unter Süße Hefeteige, zum Beispiel den Hefezopf.

💡 Noch Fragen? Antworten zu Hefe, Gehzeit und Teigtemperatur findest du in unserer Brotback-FAQ.

Häufige Fragen zum Weckmann

Was ist der Unterschied zwischen Weckmann und Stutenkerl?

Es ist dasselbe Gebäck mit unterschiedlichen regionalen Namen. Weckmann sagt man vor allem im Rheinland und in Hessen, Stutenkerl in Westfalen und im Ruhrgebiet.

Wann isst man Weckmänner?

Traditionell zu St. Martin am 11. November und zu Nikolaus am 6. Dezember. In vielen Regionen gibt es sie die ganze Adventszeit beim Bäcker.

Kann ich den Teig am Vorabend vorbereiten?

Ja. Nimm dann nur 15 g Hefe, knete den Teig und lass ihn abgedeckt über Nacht im Kühlschrank gehen. Am Morgen formst du die Figuren und lässt sie vor dem Backen 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen.

Kann ich Trockenhefe nehmen?

Ja, zwei Päckchen Trockenhefe ersetzen die 30 g frische Hefe. Trockenhefe mischst du direkt unter das Mehl.

Sind die Tonpfeifen lebensmittelecht?

Die üblichen Weckmann-Pfeifen aus unglasiertem Ton sind zum Mitbacken gedacht. Wasch sie nach dem Essen mit heißem Wasser ab, dann kannst du sie im nächsten Jahr wieder verwenden.

Hinweis: Das Titelbild ist ein KI-generiertes Symbolbild.

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